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In einem unglaublich spannenden Wettkampf gewann
der Schweizer Simon Ammann die Goldmedaille von der
Normalschanze. Er siegte mit 98 und 98,5 Metern (269
Punkten) vor Sven Hannawald (97 und 99/267,5) und
Adam Malysz (98,5 und 98/263).
Der junge Schweizer konnte seinen Erfolg selbst kaum
fassen und wurde von seinen Teamkollegen Freiholz
und Küttel durch den Auslauf getragen, während
ihm Sven Hannawald fair applaudierte. Drei Wochen
nach seinem schweren Sturz in Willingen feierte Ammann
den ersten großen Sieg seiner Karriere - im Weltcup
hatte er zuvor nie gewonnen.
Sven Hannawald war von seinem zweiten Platz nicht
im mindesten enttäuscht: ”Ich bin so froh mit
Silber, weil mir die Normalschanze nicht so liegt.
Die Farbe ist mir egal. Ich wäre sogar mit Bronze
zufrieden gewesen. Von außen habe ich vielleicht cool
gewirkt, aber innen sah es ganz anders aus. Ich bin
heilfroh, dass der Wettkampf vorbei ist, sonst hätte
ich einen Herzkasper bekommen. Ich widme die Medaille
meinem Team, und jetzt gibt´s die Belohnung von unserem
Koch.“
Martin Schmitt mußte sich mit Platz sieben
zufriedengeben und war etwas ratlos: ”Ich weiß auch
nicht woran es liegt. Ich komme mit der Schanze nicht
so gut zurecht. Ich hatte schon mit einer Medaille
geliebäugelt. Da muss ich jetzt halt auf der Großschanze
angreifen."
Einen sehr guten achten Rang belegte der erst im letzten
Moment ins Olympiaaufgebot von Reinhard Heß
gerutschte Michael Uhrmann, der sein Ergebnis so kommentierte:
”Der zweite Sprung war wichtig. Ich bin zufrieden
mit dem Wettkampf.“ Christof Duffner kam auf Platz
17.
Auch Bundestrainer Reinhard Heß zog eine positive
Bilanz des Wettkampfes. "Medaille ist Medaille. Sven
hat das konserviert, was er die ganze Saison über
gezeigt hat. Mit der Mannschaftsleistung bin ich sehr
zufrieden, aber Martin sollte den Wettbewerb schnell
vergessen", erklärte Heß, der für das Einzel- und
Teamspringen auf der Großschanze ankündigte: "Auf
der Großschanze sind wir noch besser. Wir wollten
hier zwei Medaillen gewinnen und sind voll im Soll."
Für die im Vorfeld hoch gehandelten Österreicher
lief es dagegen nicht so gut, sie erzielten das schlechteste
Olympia-Resultat seit vielen Jahren. Stefan Horngacher
kam auf Rang elf, Martin Koch belegte Rang 14. Andreas
Widhölzl und der immer noch grippegeschwächte
Martin Höllwarth mussten sich mit den Rängen 24 und
25 begnügen.
"Es ist halt schlimm, ausgerechnet hier habe ich
das schlechteste Saisonergebnis gebracht", meinte
ein enttäuschter Höllwarth. Andreas Widhölzl
meinte: "Ich habe statt einen Schritt vorwärts drei
Schritte zurück gemacht."
Nur Stefan Horngacher und Martin Koch waren nicht
ganz so geknickt wie ihre Teamkameraden: "Mein zweiter
Sprung gibt mir Zuversicht für den nächsten Wettkampf",
meinte Horngacher, und Koch war mit seinem Olympia-Debüt
zufrieden: "Außerdem liegt mir die große Schanze mehr."
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