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Sven Hannawald verzichtete wegen einer Entzündung
des rechten Schienbeinmuskels, eine Folge seines Sturzes
vom Mittwoch, auf das letzte Training für das
Mannschaftsspringen.
"Ich habe sogar beim Gehen Schmerzen. Außerdem hat
auch mein Rücken einen Schlag mitgekriegt", erklärte
Hannawald.
Sein Start im Springen ist jedoch nicht gefährdet.
"Ich habe ein gutes Gefühl für das Mannschaftsspringen.
Gold wird zwischen Deutschland, Finnland und Österreich
ausgemacht", war er optimistisch. Auch Bundestrainer
Reinhard Heß gab Entwarnung: "Alles nur halb so schlimm".
Dagegen hat sich der Zustand von Schmitts entzündeter
Patellasehne immer noch nicht gebessert. "Es ist nicht
so, wie ich mir das vorstelle", klagte Schmitt, der
besonders in der Anfahrposition und bei der Landung
im höheren Weitenbereich Schmerzen hat.
Die beiden anderen deutschen Teamstarter, Michael
Uhrmann und Stephan Hocke, präsentierten sich in guter
Form und sind ebenfalls sehr optimistisch. "Eine Medaille
werden wir auf alle Fälle machen, das steht fest",
sagte Uhrmann.
Co-Trainer Wolfgang Steiert versuchte, die Verletzungssorgen
des Teams mit Humor z nehmen: "Ich hoffe, wir springen
mit einem guten Lazarett um Gold mit."
Sven Hannawald wird als erster seines Teams ins Rennen
gehen, danach folgen Stephan Hocke und Michael Uhrmann.
Schlußspringer des DSV-Quartetts ist Martin
Schmitt.
Bei den Österreichern hat es eine Änderung
gegeben, der ursprünglich als Ersatzmann vorgesehene
Wolfgang Loitzl kam nach seinen guten Trainingsleistungen
für Martin Koch ins Team.
"Es schaut so aus, als ob ich der einzige bin, der
hier seine Form gesteigert hat. Spät, aber doch",
kommentierte Loitzl das Training.
"Wir haben Loitzl zuletzt zweimal übergangen, obwohl
er ansteigende Form gezeigt hat. Den dritten Sprung
darf man dabei nicht bewerten, weil Loitzl und Martin
Koch völlig unterschiedliche Windverhältnisse hatten",
meinte Cheftrainer Toni Innauer.
"Wir wollen aufs Ganze gehen und möchten nicht nur
mit Müh und Not um eine Medaille mitspringen, sondern
ganz vorne mitmischen", so Innauer.
Auch Martin Höllwarth ist optimistisch: "Wir
werden sicher um die Medaillen mitkämpfen. Es wird
eine interessante Konkurrenz, vier bis fünf Teams
haben Medaillenchancen." Die Startreihenfolge der
Österreicher: Stefan Horngacher, Andreas Widhölzl,
Wolfgang Loitzl und Martin Höllwarth.
Für den Wettkampf am Montag sind die Wettervorhersagen
alles andere als gut, möglicherweise wird auch
das Glück eine entscheidende Rolle spielen.
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