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  Olympische Winterspiele 2002 in Salt Lake City
  Abschlußtraining Mannschaftsspringen (17.02.)

Sven Hannawald verzichtete wegen einer Entzündung des rechten Schienbeinmuskels, eine Folge seines Sturzes vom Mittwoch, auf das letzte Training für das Mannschaftsspringen.
"Ich habe sogar beim Gehen Schmerzen. Außerdem hat auch mein Rücken einen Schlag mitgekriegt", erklärte Hannawald.
Sein Start im Springen ist jedoch nicht gefährdet. "Ich habe ein gutes Gefühl für das Mannschaftsspringen. Gold wird zwischen Deutschland, Finnland und Österreich ausgemacht", war er optimistisch. Auch Bundestrainer Reinhard Heß gab Entwarnung: "Alles nur halb so schlimm".

Dagegen hat sich der Zustand von Schmitts entzündeter Patellasehne immer noch nicht gebessert. "Es ist nicht so, wie ich mir das vorstelle", klagte Schmitt, der besonders in der Anfahrposition und bei der Landung im höheren Weitenbereich Schmerzen hat.

Die beiden anderen deutschen Teamstarter, Michael Uhrmann und Stephan Hocke, präsentierten sich in guter Form und sind ebenfalls sehr optimistisch. "Eine Medaille werden wir auf alle Fälle machen, das steht fest", sagte Uhrmann.
Co-Trainer Wolfgang Steiert versuchte, die Verletzungssorgen des Teams mit Humor z nehmen: "Ich hoffe, wir springen mit einem guten Lazarett um Gold mit."
Sven Hannawald wird als erster seines Teams ins Rennen gehen, danach folgen Stephan Hocke und Michael Uhrmann. Schlußspringer des DSV-Quartetts ist Martin Schmitt.

Bei den Österreichern hat es eine Änderung gegeben, der ursprünglich als Ersatzmann vorgesehene Wolfgang Loitzl kam nach seinen guten Trainingsleistungen für Martin Koch ins Team.
"Es schaut so aus, als ob ich der einzige bin, der hier seine Form gesteigert hat. Spät, aber doch", kommentierte Loitzl das Training.

"Wir haben Loitzl zuletzt zweimal übergangen, obwohl er ansteigende Form gezeigt hat. Den dritten Sprung darf man dabei nicht bewerten, weil Loitzl und Martin Koch völlig unterschiedliche Windverhältnisse hatten", meinte Cheftrainer Toni Innauer.
"Wir wollen aufs Ganze gehen und möchten nicht nur mit Müh und Not um eine Medaille mitspringen, sondern ganz vorne mitmischen", so Innauer.

Auch Martin Höllwarth ist optimistisch: "Wir werden sicher um die Medaillen mitkämpfen. Es wird eine interessante Konkurrenz, vier bis fünf Teams haben Medaillenchancen." Die Startreihenfolge der Österreicher: Stefan Horngacher, Andreas Widhölzl, Wolfgang Loitzl und Martin Höllwarth.

Für den Wettkampf am Montag sind die Wettervorhersagen alles andere als gut, möglicherweise wird auch das Glück eine entscheidende Rolle spielen.

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