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Zugzwang
Zwei Medaillen sollten es für die DSV-Adler werden,
ein ungefährlicher Sturz von Sven Hannawald auf
der Großschanze, und aus dem Minimalziel ist
schlagartig das Maximalziel geworden.
Irgendwie hatte man ja doch mit etwas mehr geliebäugelt
in deutschen Reihen, aber nun müssen die Männer
von Trainer Heß kämpfen, um die zweite
anvisierte Medaille im Mannschaftsspringen zu erreichen.
Die olympische "Medaillenbank DSV-Adler"
ist im Bruchteil einer Sekunde zu einem Verein von
Minimalisten geworden, wobei das Wort Minimalisten
in keinem Zusammenhang mit "schlecht" oder
"hinter den Erwartungen" gleichzusetzen
ist.
Sven Hannawald, Martin Schmitt, Michael Uhrmann und
Stephan Hocke haben wirklich großen Sport geboten
an den Schanzen von Salt Lake City.
Aber die Konkurrenz ist stark, am Mittwoch war sie
eben brutal stark.
Blankes Entsetzen stand im Gesicht von Reinhard Heß,
nachdem Sven Hannawald nach seinem zweiten Sprung
in den Schnee gegriffen hatte, so dicht können
Freude und Enttäuschung im Sport zusammen liegen.
Unter normalen Umständen wird es im Teamspringen
für eine Medaille reichen, aber eine Garantie
gibt es im Skispringen des Jahres 2002 für gar
nichts.
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