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  Olympische Winterspiele 2002 in Salt Lake City
  Kommentar zum Einzelspringen K120, Mittwoch, 13. Februar 2002

Zugzwang

Zwei Medaillen sollten es für die DSV-Adler werden, ein ungefährlicher Sturz von Sven Hannawald auf der Großschanze, und aus dem Minimalziel ist schlagartig das Maximalziel geworden.

Irgendwie hatte man ja doch mit etwas mehr geliebäugelt in deutschen Reihen, aber nun müssen die Männer von Trainer Heß kämpfen, um die zweite anvisierte Medaille im Mannschaftsspringen zu erreichen.
Die olympische "Medaillenbank DSV-Adler" ist im Bruchteil einer Sekunde zu einem Verein von Minimalisten geworden, wobei das Wort Minimalisten in keinem Zusammenhang mit "schlecht" oder "hinter den Erwartungen" gleichzusetzen ist.

Sven Hannawald, Martin Schmitt, Michael Uhrmann und Stephan Hocke haben wirklich großen Sport geboten an den Schanzen von Salt Lake City.
Aber die Konkurrenz ist stark, am Mittwoch war sie eben brutal stark.
Blankes Entsetzen stand im Gesicht von Reinhard Heß, nachdem Sven Hannawald nach seinem zweiten Sprung in den Schnee gegriffen hatte, so dicht können Freude und Enttäuschung im Sport zusammen liegen.
Unter normalen Umständen wird es im Teamspringen für eine Medaille reichen, aber eine Garantie gibt es im Skispringen des Jahres 2002 für gar nichts.

  
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