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Nicht zu toppen
Nach diesem Wettkampf ist einem wieder klar, was die
Königsdisziplin im Skispringen ist.
Gegen einen direkten Vergleich der besten Teams der
Welt ist jedes Einzelspringen nur ein laues Kaffeekränzchen.
Zum Glück wurden die neuen Helme von den DSV-Springern
nicht eingesetzt, zum Glück wurden die neuen
Anzüge verboten, zum Glück sprangen die
Deutschen Adler mit dem gleichen Material wie alle
anderen auch.
Denn diese Adler waren mit diesem "konventionellen"
Material in der Lage, alle anderen zu bezwingen.
Anderes Material hätte im Falle des Sieges die
Neider und im Falle einer Niederlage blanken Hohn
produziert.
Kein Ausrutscher im deutschen Team, und dennoch bleibt
am Ende die Winzigkeit von 0,1 Punkten nach acht Sprüngen
vor dem starken finnischen Team.
Vier neue Olympiasieger in Reihen des DSV hingen am
goldenen Faden bzw. an einem halben Meter mehr oder
weniger von Martin Schmitt im letzten Sprung.
Das war ein Abschluß des olympischen Skispringens
2002, wie er besser nicht hätte sein können.
Trainer Heß unterstreicht einmal mehr seinen
Ruf als Meistermacher, Martin Schmitt ist zum richtigen
Zeitpunkt zurück, Michael Uhrmann springt als
hätte es den bisherigen WInter 2001/2002 nicht
gegeben, Stephan Hocke springt mit der Routine und
den Nerven eines Oldies und Sven Hannawald machte
einfach sein Zeug - Ergebnis: Die Goldmedaille. So
einfach geht das.
Einen Protest gegen die Wertung des gestürzten
Sprunges von Matti Hautamaeki hätte es garantiert
dann gegeben, wenn ein anderes Team in unmittelbarer
Nähe hinter den Finnen gelegen hätte.
Das war nicht so, und das Ergebnis geht mit oder ohne
Protest absolut in Ordnung.
Keinen Springer aus irgendeinem Team darf man nach
diesem Springen hervorheben, dafür war die gesamte
Veranstaltung zu rund, zu harmonisch und einfach zu
"sportlich".
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