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Adam Malysz hat nach 2001 seinen zweiten Weltmeistertitel
geholt - diesmal von der Großschanze. Der Pole
schraubte den von ihm im ersten Durchgang aufgestellten
Schanzenrekord auf 136 Meter und verwies den Finnen
Matti Hautmäki auf Rang zwei. Bronze gewann der
Japaner Noriaki Kasai.
Das Finale hätte kaum spannender sein können.
In Durchgang 1 verbesserten Malysz und Hautamäki
den Schanzenrekord auf 134 Meter. Mit nur 0,5 Punkten
Vorsprung fiel dann die Entscheidung im zweiten Durchgang
zugunsten des Polen. Er siegte mit 289 Punkten (134
u. 136 m) vor Hautamäki (286,5 / 134 m / 133,5
m) und Kasai (273,2 / 131 m / 130,5 m).
Adam Malysz war überglücklich: "Das
war ein ganz besonderer Tag für mich, denn es
war mein erster Sieg in diesem Jahr. Ich werde diesen
Sieg nie vergessen."
Auch Matti Hautamäki freute sich über seinen
Erfolg: "Adam war heute einfach der beste, aber
ich bin zufrieden mit meiner Silbermedaille, ich hatte
das nicht erwartet."
Sven Hannawald schnupperte als Vierter des ersten
Durchgangs an einem Podestplatz, fiel jedoch nach
125 m auf Platz sieben zurück. Wie schon in der
Qualifikation war er zu angriffslustig gewesen und
hatte laut Bundestrainer Reinhard Heß dadurch
"keine Chance."
Und war enttäuscht: "Ich bin sicherlich
nicht zufrieden, es hätte besser sein können.
Aber wenn jetzt nochmal was in die Hose gehen sollte,
geht die Welt auch nicht unter, ich habe in dieser
Saison schon so viel gewonnen."
Hannawald zeigte sich jedoch als fairer Verlierer:
"Mich freut es für den Adam, dass er nach
so langer Zeit wieder mal einen Sieg landen konnte."
Zwei Plätze hinter Hannawald reihte sich Michael
Uhrmann ein und ließ Erinnerungen an seine starken
Leistungen zu Beginn der Saison wachwerden.
Titelverteidiger Martin Schmitt wurde 21. und ist
seinen WM-Titel nun los. Dennoch ließ er den
Kopf nicht hängen: "Der zweite Sprung war
schon besser, ich bin zuversichtlich, dass ich morgen
meine Leistung bringen werde."
Während sich Georg Späth als 19. seinen
Einsatz beim Teamspringen sicherte, darf Christof
Duffner nach Platz 24 morgen nur zuschauen. Wie schon
im Training und der Qualifikation kam er mit der Schanze
nicht zurecht und war "nicht so ganz zufrieden
mit meinen Sprüngen".
Der Norweger Tommy Ingebrigtsen, der bis vor kurzem
noch im Continentalcup zu finden war, hätte fast
für eine Sensation gesorgt und schrammte als
Vierter nur knapp an einer Medaille vorbei.
Dagegen enttäuschten die Österreicher, die
in der bisherigen Saison das Weltcupgeschehen dominiert
hatten. Das Team um Florian Liegl auf Platz acht,
Andreas Widhölzl als Elfter und Martin Höllwarth
auf Rang 14, im Vorfeld als heiße Medaillenkandidaten
gehandelt, musste anderen den Vortritt lassen. Christian
Nagiller hatte als 31. sogar den Finaldurchgang verpasst.
Nach dem erfolgreichen Abschneiden der Japaner und
dem Schwächeln der Österreicher sind die
Karten für das morgige Teamspringen neu gemischt.
Bundestrainer Reinhard Heß sieht die Chancen
für das DSV-Team realistisch: "Es wird sehr
schwer werden, mit der Mannschaft eine Medaille zu
holen."
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