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  Nord. Ski WM Predazzo - 22.02. - Bericht K120 - Einzel

Adam Malysz hat nach 2001 seinen zweiten Weltmeistertitel geholt - diesmal von der Großschanze. Der Pole schraubte den von ihm im ersten Durchgang aufgestellten Schanzenrekord auf 136 Meter und verwies den Finnen Matti Hautmäki auf Rang zwei. Bronze gewann der Japaner Noriaki Kasai.

Das Finale hätte kaum spannender sein können. In Durchgang 1 verbesserten Malysz und Hautamäki den Schanzenrekord auf 134 Meter. Mit nur 0,5 Punkten Vorsprung fiel dann die Entscheidung im zweiten Durchgang zugunsten des Polen. Er siegte mit 289 Punkten (134 u. 136 m) vor Hautamäki (286,5 / 134 m / 133,5 m) und Kasai (273,2 / 131 m / 130,5 m).

Adam Malysz war überglücklich: "Das war ein ganz besonderer Tag für mich, denn es war mein erster Sieg in diesem Jahr. Ich werde diesen Sieg nie vergessen."
Auch Matti Hautamäki freute sich über seinen Erfolg: "Adam war heute einfach der beste, aber ich bin zufrieden mit meiner Silbermedaille, ich hatte das nicht erwartet."

Sven Hannawald schnupperte als Vierter des ersten Durchgangs an einem Podestplatz, fiel jedoch nach 125 m auf Platz sieben zurück. Wie schon in der Qualifikation war er zu angriffslustig gewesen und hatte laut Bundestrainer Reinhard Heß dadurch "keine Chance."
Und war enttäuscht: "Ich bin sicherlich nicht zufrieden, es hätte besser sein können. Aber wenn jetzt nochmal was in die Hose gehen sollte, geht die Welt auch nicht unter, ich habe in dieser Saison schon so viel gewonnen."
Hannawald zeigte sich jedoch als fairer Verlierer: "Mich freut es für den Adam, dass er nach so langer Zeit wieder mal einen Sieg landen konnte."

Zwei Plätze hinter Hannawald reihte sich Michael Uhrmann ein und ließ Erinnerungen an seine starken Leistungen zu Beginn der Saison wachwerden.
Titelverteidiger Martin Schmitt wurde 21. und ist seinen WM-Titel nun los. Dennoch ließ er den Kopf nicht hängen: "Der zweite Sprung war schon besser, ich bin zuversichtlich, dass ich morgen meine Leistung bringen werde."
Während sich Georg Späth als 19. seinen Einsatz beim Teamspringen sicherte, darf Christof Duffner nach Platz 24 morgen nur zuschauen. Wie schon im Training und der Qualifikation kam er mit der Schanze nicht zurecht und war "nicht so ganz zufrieden mit meinen Sprüngen".

Der Norweger Tommy Ingebrigtsen, der bis vor kurzem noch im Continentalcup zu finden war, hätte fast für eine Sensation gesorgt und schrammte als Vierter nur knapp an einer Medaille vorbei.
Dagegen enttäuschten die Österreicher, die in der bisherigen Saison das Weltcupgeschehen dominiert hatten. Das Team um Florian Liegl auf Platz acht, Andreas Widhölzl als Elfter und Martin Höllwarth auf Rang 14, im Vorfeld als heiße Medaillenkandidaten gehandelt, musste anderen den Vortritt lassen. Christian Nagiller hatte als 31. sogar den Finaldurchgang verpasst.

Nach dem erfolgreichen Abschneiden der Japaner und dem Schwächeln der Österreicher sind die Karten für das morgige Teamspringen neu gemischt. Bundestrainer Reinhard Heß sieht die Chancen für das DSV-Team realistisch: "Es wird sehr schwer werden, mit der Mannschaft eine Medaille zu holen."







 

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