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  Nord. Ski WM Predazzo - 28.02. - Bericht K90 - Einzel

Adam Malysz ist Doppel-Weltmeister. Der Pole gewann genauso souverän wie auf der Großschanze auch auf dem K-90-Bakken und ist damit der König von Predazzo. Mit 104 und 107,5 Meter im Finale verwies Malysz (279 Punkte) den 'Comebacker des Jahres' Tommi Ingebrigtsen (100,5m, 105 m, 263 Punkte) auf Platz 2. Der Satz auf 107,5 Meter bedeutete Schanzenrekord. Damit ist er auf der Groß- und der Normalschanze Rekordhalter. Nach dem Springen sprach er von "fast perfekten Sprüngen. Ich bin so glücklich, ich habe niemals damit gerechnet, zwei Goldmedaillen zu gewinnen". Bronze ging an den Japaner Noriaki Kasai (99 m, 104 m, 259,5 Punkte) der mit drei Medaillen der erfolgreichste Skispringer dieser WM ist.

Ingebrigtsen bestätigte, dass Malyszs Sprünge perfekt waren und freute sich diebisch über seine Silbermedaille. "Damit habe ich nicht gerechnet, ich bin sehr glücklich", ließ er wissen. Beim letzten WM-Springen auf der Normalschanze in Lahti war Ingebrigtsen noch Letzter geworden. Ins gleich Horn blies Kasai, der nach Silber mit dem Team und Bronze auf der Großschanze schon wieder aufs Podest sprang: "Ich hatte von Gold geträumt, aber Adam war kaum zu schlagen heute. Ich bin sehr glücklich."

DSV und ÖSV gehen leer aus

Gar nicht glücklich waren die DSV-Adler, deren bester Michael Uhrmann auf Rang 13 war. Sven Hannawald wurde wie schon in Lahti 2001 auf der Normalschanze schlechtester Deutscher, damals hinter Martin Schmitt, Alexander Herr und Frank Löffler. In Predazzo landeten Uhrmann, Christof Duffner (20.) und Georg Späth (22.) vor Hanni, der sich nach Sprüngen auf 95 und 94 Metern mit Platz 24 begnügen musste. "Das ist ein Pissbakken. Das waren die beschissensten anderthalb Wochen seit langem", schimpfte er.

Die ÖSV-Adler hatten in Martin Höllwarth ihren besten Athleten. Doch Platz sieben bedeutete, dass die Österreicher wie die Deutschen und Slowenen ohne Medaillen nach Hause müssen. Seinen letzten Sprung in Predazzo zeigte Lokalmatador Roberto Cecon. Der Italiener landete auf Rang 23 und sagte nach dem Springen: "Ich bin nicht sehr zufrieden heute. Ich werde sicher wieder an die Schanze kommen, aber nicht als Springer."

Überschattet wurde das Springen von einem schweren Sturz von Florian Liegl. Als 11. des 1. Durchgangs stand er im Finale seinen Sprung auf 99 Meter nicht und zog sich Prellungen zu.









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