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  Nord. Ski WM Predazzo - 23.02. - Bericht K120 - Team

Die Finnen haben sich für ihre unglückliche 0,1-Punkte-Niederlage von Salt Lake City rehabilitiert. Janne Ahonen, Arttu Lappi, Tami Kiuru und Matti Hautamäki wurden mit 1046,6 Punkten Mannschafts-Weltmeister vor den wiedererstarkten Japanern (Kazuyoshi Funaki, Akira Higashi, Hideharu Miyahira, Noriaki Kasai / 1010,1 Pkte) und Norwegen (Björn Einar Romören, Sigurd Pettersen, Tommy Ingebrigtsen, Lars Bystoel / 991,1 Pkte). Die Japaner mussten dabei einen Sturz von Kazuyoshi Funaki wegstecken, gewannen aber letztendlich ungefährdet Silber.

Für die deutschen Springer läuft die WM weiterhin schlecht. Mit 963,3 Punkten landeten Martin Schmitt, Georg Späth, Michael Uhrmann und Sven Hannawald auf Rang vier und blieben damit zum ersten Mal seit 10 Jahren ohne Team-Medaille.
Sven Hannawald fand erneut nicht zu seiner gewohnten Form und war nach der verpassten Medaille ratlos: "Ich gehe nicht anders ran als in den Wettkämpfen vor der WM. Ich entwickle aber kein Gefühl, ich weiß nicht, woran es liegt. Ich bin überfragt. Ich habe schon bessere Zeiten hinter mir und bin enttäuscht.".

,Auch Martin Schmitt konnte sich nicht steigern und war der schwächste der DSV-Adler. "Martin kommt einfach nicht aus seinem Haus heraus", stellte Bundestrainer Reinhard Heß fest. Und Schmitt selbst erkannte technische Mängel: "Mir gelingt es nicht, den Ski richtig anzustellen. Dann stimmt der Winkel nicht, und es ist kein Druck unterm Ski."

Auch Michael Uhrmann war bedrückt: "Nach dem gestrigen Springen haben wir uns mehr ausgerechnet. Ich bin enttäuscht." Reinhard Heß meinte: "Wir waren in den vergangenen Jahren immer vorn dabei, es war klar, dass diese Erfolgsserie nicht ewig anhält."
DSV-Sportdirektor Thomas Pfüller kündigte bereits Konsequenzen an: "Wir müssen im nächsten Jahr in der Nachwuchsentwicklung so Gas geben, als wären wir bei dieser WM nicht dabei gewesen. Wir dürfen den Nachwuchs nicht vernachlässigen und müssen gerade im Springen neue Wege gehen."

Die im Vorfeld als sichere Medaillenkandidaten gehandelten Österreicher (Andreas Kofler, Martin Höllwarth, Andreas Widhölzl, Florian Liegl) erwischte es noch schlimmer: nur Platz fünf, 1,5 Punkte hinter Deutschland. Symptomatisch für die plötzliche ÖSV-Krise war der Sturz von Florian Liegl im ersten Durchgang, der das Team Platz vier kostete.





 

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