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Die Finnen haben sich für ihre unglückliche
0,1-Punkte-Niederlage von Salt Lake City rehabilitiert.
Janne Ahonen, Arttu Lappi, Tami Kiuru und Matti Hautamäki
wurden mit 1046,6 Punkten Mannschafts-Weltmeister
vor den wiedererstarkten Japanern (Kazuyoshi Funaki,
Akira Higashi, Hideharu Miyahira, Noriaki Kasai /
1010,1 Pkte) und Norwegen (Björn Einar Romören,
Sigurd Pettersen, Tommy Ingebrigtsen, Lars Bystoel
/ 991,1 Pkte). Die Japaner mussten dabei einen Sturz
von Kazuyoshi Funaki wegstecken, gewannen aber letztendlich
ungefährdet Silber.
Für die deutschen Springer läuft die WM
weiterhin schlecht. Mit 963,3 Punkten landeten Martin
Schmitt, Georg Späth, Michael Uhrmann und Sven
Hannawald auf Rang vier und blieben damit zum ersten
Mal seit 10 Jahren ohne Team-Medaille.
Sven Hannawald fand erneut nicht zu seiner gewohnten
Form und war nach der verpassten Medaille ratlos:
"Ich gehe nicht anders ran als in den Wettkämpfen
vor der WM. Ich entwickle aber kein Gefühl, ich weiß
nicht, woran es liegt. Ich bin überfragt. Ich habe
schon bessere Zeiten hinter mir und bin enttäuscht.".
,Auch Martin Schmitt konnte sich nicht steigern und
war der schwächste der DSV-Adler. "Martin
kommt einfach nicht aus seinem Haus heraus",
stellte Bundestrainer Reinhard Heß fest. Und
Schmitt selbst erkannte technische Mängel: "Mir
gelingt es nicht, den Ski richtig anzustellen. Dann
stimmt der Winkel nicht, und es ist kein Druck unterm
Ski."
Auch Michael Uhrmann war bedrückt: "Nach
dem gestrigen Springen haben wir uns mehr ausgerechnet.
Ich bin enttäuscht." Reinhard Heß
meinte: "Wir waren in den vergangenen Jahren
immer vorn dabei, es war klar, dass diese Erfolgsserie
nicht ewig anhält."
DSV-Sportdirektor Thomas Pfüller kündigte
bereits Konsequenzen an: "Wir müssen im nächsten
Jahr in der Nachwuchsentwicklung so Gas geben, als
wären wir bei dieser WM nicht dabei gewesen. Wir dürfen
den Nachwuchs nicht vernachlässigen und müssen gerade
im Springen neue Wege gehen."
Die im Vorfeld als sichere Medaillenkandidaten gehandelten
Österreicher (Andreas Kofler, Martin Höllwarth,
Andreas Widhölzl, Florian Liegl) erwischte es
noch schlimmer: nur Platz fünf, 1,5 Punkte hinter
Deutschland. Symptomatisch für die plötzliche
ÖSV-Krise war der Sturz von Florian Liegl im
ersten Durchgang, der das Team Platz vier kostete.
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