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  Nord. Ski WM Predazzo - 23.02. - Typen und Gesichter K120 - Team
Mehr als ein Ersatz
Beim Springen auf der Großschanze musste er noch zuschauen und war stinksauer darüber. Im Team-Wettbewerb aber war Lars Bystoel dabei und sein Trainer Mika Kojonkoski brauchte Bystoels Nominierung nicht zu bereuen. Mit Sprüngen auf 128 und 124,5 Meter war er der beste Norweger und trug damit entscheidend zum Gewinn der Bronze-Medaille bei. In der inoffiziellen Einzel-Rangliste des Mannschafts-Springens belegte Bystoel Rang neun. Erst am Sonntagmorgen hatte er in der team-internen Ausscheidung mit riesigen Sätzen und einer gehörigen Potion Wut im Bauch gezeigt, wozu er fähig ist. Als bester Norweger beendete er die Trainings-Session. Roar Ljoekelsoey, der alte Haudegen, musste für ihn aus dem Team weichen.

Das wäre die Einzel-Medaille gewesen
Er hatte es angekündigt: "Ich kann eine Einzel-Medaille gewinnen", waren die Worte des 26-Jährigen Tami Kiuru vor der WM. Und heute hätte er sie bekommen. Rang drei in der Einzel-Ergebnisliste hinter dem überragenden Adam Malysz und Noriaki Kasai. Mit konstant starken Sprünge auf 132 und 130 Metern war Kiuru bester Finne und damit Garant für den Gewinn der Goldmedaille. Da hat sich das Trainingslager unter Flutlicht in Kuopio wohl ausgezahlt. Und die Einzelmedaille kann er sich ja noch auf der kleinen Schanze holen

Trauriger Abgang
Für einen war das schlechte Abschneiden der Österreicher besonders bitter: Andreas Kofler. Im Einzel-Wettkampf noch Zuschauer, bekam der 18-Jährige seine Chance im Team-Wettkampf, wo die Österreicher die ersehnte erste Medaille holen wollten. Doch Kofler kam mit dem Druck nicht zurecht, sprang in der inoffiziellen Einzel-Rangliste nur auf Platz 21 und landete damit nur einen Rang vor dem gestürzten Florian Liegl. Den Tränen nahe packte er am Exit-Gate seine Siebensachen und wäre am liebsten sofort verschwunden. Doch die Reporter und Fernsehkollegen warteten schon mit ihren Mikros und Kameras auf 'Kofl'. Tapfer stand er Rede und Antwort, es ist ihm sicher nicht besonders leicht gefallen. Vielleicht kam die WM-Nominierung nach einer langen und für ihn besonders ereignisreichen Saison ein wenig zu früh.

Beim ersten Team-Wettbewerb schon überzeugend
Zwar keine Medaille gewonnen aber team-intern eine Menge Respekt hat sich Georg Späth verschafft. Nur 1,1 Punkte hinter Sven Hannawald bedeuteten Platz zwei in der internen Wertung der DSV-Adler. Michael Uhrmann und Martin Schmitt kamen nicht an die Leistung des 21-jährigen Schwarzwälders heran. Gewohnt wortkarg und bescheiden äußerte sich Späth nach dem Wettkampf über seine gute Leistung. "Ich war schon ganz zufrieden". Dem ist nichts hinzuzufügen. Weiter so, Schorschi.

 




 

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