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  Nord. Ski WM Predazzo - 22.02. - Typen und Gesichter K120 - Einzel

Voll ins Schwarze
Sehr lange musste Adam Malysz auf den ersten Sieg in diesem Winter warten. Jetzt hat sich das Warten gelohnt.
Abgesehen von den Springen in Japan in der Saison 2001/2002 hatte Adam Malysz noch nie einen Weltcup ausgelassen - bis auf das Wochenende von Willingen vor zwei Wochen. Das alleine zeigt, dass Malysz alle Hoffnungen in diese WM gelegt hatte.
Malysz verzichtete auch wichtige Punkte im Kampf um den Gesamtweltcup um sich auf die WM vorzubereiten.
"Ich habe heute keinen Druck gespürt, es war ein Vergnügen hier zu springen. Heute ist ein besonderer Tag und diesen Sieg werde ich nie vergessen, wir werden heute Nacht symbolisch feiern. Die WM geht noch weiter und ich muss mich auf die kommenden Wettkämpfe konzentrieren". Sagte ein Adam Malysz den man noch nie so jubeln gesehen hat wie heute nach seinem Erfolg. Mit dem Schub des Sieges von heute ist Malysz nicht nur Favorit für das Springen von der Normalschanze, sondern wird auch bei der Vergabe des Gesamtweltcups noch ein ernstes Wörtchen mitreden.

Freudentränen
Freudentränen gab es beim japanischen Coach Yagi. Der Winter war für das japanische Team eigentlich schon verloren. Keinerlei Erwartungen mehr an das was da in den letzten Springen noch kommen würde - bis zu dem Wochenende von Willingen. Dort kam im wahrsten Sinn des Wortes der Aufwind für das Team.
Jatzt haben die Japaner nicht nur eine unerwartete Bronzemedaille, sondern am Sonntag auch noch realistische Chancen im Teamwettbewerb um einen Podestplatz zu springen.

Phoenix aus der Asche
Wenn es so einfach sein kann nach einer Krise zu seiner Top-Form zurück zu finden, dann sollten einige andere Athleten schnellstens die Methoden des Herrn Hautamaki kopieren.
Sensationell wie sich Hautamaeki nach einer verkorksten Saison zurück gemeldet hat.
Das finnische Team hatte in der Woche vor der WM ein unglaublich effektives Trainingslager in Kuopio absolviert. Dass dabei hauptsächlich bei Flutlicht gesprungen wurde war nur ein kleiner Teil der Übung.
Nicht nur Hautamaeki sondern auch Arttu Lappi und Tami Kiuru sind in einer bestechenden Form in Predazzo angereist. Aus dem krisengeschüttelten Team ist nach nur drei Tagen der Favorit für das Mannschaftsspringen am Sonntag geworden. Tommi Nikunen hat mit seinem Team in den vergangenen Wochen ganze Arbeit geleistet.

Medaille verloren und doch gewonnen.
Aus der erhofften Medaille für Sven Hannawald wurde nichts, und dennoch lieferte das DSV-Team eine bärenstarke Leistung ab. Wer hätte das gedacht, dass trotz einem siebten Platz von Sven Hannawald das Team in einer virtuellen Teamwertung ganz vorne liegen würde? Nichts zu sehen von den ÖSV-Springern, nichts zu sehen von den Norwegern - aber Hannawald, Uhrmann, Späth und Schmitt, ohne Spitzenplatz aber mit einer starken mannschaftlichen Geschlossenheit - beeindruckend. Gekämpft und alles gegeben, so hat man das deutsche Team selten gesehen.
Der Sonntag wird zeigen, ob die Adler von Reinhard Heß für eine Überraschung oder sogar für eine Sensation sorgen können.






 

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