|
Florian Liegl
In zwei Springen zum zweiten Mal gestürzt. Bei
seinem Sturz heute kam Florian Liegl nicht so glimpflich
davon wie am vergangenen Samstag. Als Mitfavorit war
Liegl mit dem ÖSV-Team nach Predazzo gereist,
um nach den Sternen zu greifen. Der sportliche Fehlschlag
ist zwar im Moment enttäuschend, aber nicht wirklich
schlimm für den 19-Jährigen.
Wesentlich schwieriger dürfte es für Liegl
werden, die Stürze vor Millionenpublikum heute
psychisch zu verarbeiten.
Für Liegl gelten jetzt nur drei Dinge:1.vergessen
2. vergessen
3. vergessen.
Liegl ist ein einzigartiges Talent, in Oslo geht der
Winter für "Flo" hoffentlich weiter.
Man muss jetzt hoffen, dort wieder den Florian Liegl
zu sehen, den man vor der WM erlebt hat.
Tommy Ingebrigtsen
Der "Tiger" hat zugebissen wie noch nie.
Als Ingebrigtsen vor einigen Wochen öffentlich
vom WM-Titel geträumt hat, gab das noch Grund
zum schmunzeln. Aber dieser Ingebrigtsen hat es heute
allen gezeigt. Er hat in den letzten Wochen trainiert
wie ein Wahnsinniger und immer an seine eigene Leistungsfähigkeit
geglaubt. Bei den norwegischen Meisterschaften hatte
sich seine Leistungsexplosion bereits angekündigt.
Dass er aber derjenige sein würde, der die für
die Norweger lange erhoffte Einzelmedaille bei der
WM holen würde war dennoch keinesfalls zu erwarten.
Hut ab vor dieser Energieleistung Meister Ingebrigtsen.
Nicolas Dessum
Heimlich still und leise erreichte Nicolas Dessum
heute Platz 16. Der Mann der seit ewigen Zeiten seiner
Form hinterher springt konnte wenigsten bei einem
Großereignis des Jahres zeigen was er kann.
Vielleicht hilft die Platzierung von heute dem Franzosen
sich noch einmal neu zu motivieren und den Anschluß
an die Weltspitze neu zu finden. Zu gönnen wäre
das Dessum allemal.
|


 |