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  Nord. Ski WM Predazzo - Die Favoriten

Spannung pur verspricht die WM im Jahre 2003.
Im Verlauf des Winters haben sich bereits zwölf verschiedene
Athleten in die Siegerlisten eingetragen:
Primoz Peterka /SLO (Kuusamo und Partenkirchen)
Andi Widhoelzl /AUT (Kuusamo)
Sigurd Pettersen /NOR (Trondheim und Sapporo)
Martin Hoellwarth /AUT (Trondheim und 2 x Neustadt)
Janne Ahonen /FIN (Engelberg und Innsbruck)
Sven Hannawald /GER (Engelberg, Oberstdorf, 2 x Zakopane, Kulm und Willingen)
Björn Einar Romoeren /NOR (Bischofshofen)
Thomas Morgenstern /AUT (Liberec)
Christian Nagiller /AUT (Hakuba)
Roar Ljoekelsoy /NOR (Sapporo)
Florian Liegl /AUT (Kulm)
Noriaki Kasai /JPN (Willingen)

Generell kann zwar jeder der bisherigen Saisonsieger in Italien Edelmetall gewinnen. Allerdings haben drei Athleten bei der Prognose für die Vergabe der Medaillen die Nase ein kleines Stückchen weiter vorne als die anderen.

Obwohl Adam Malysz im Laufe des Winters noch kein Springen gewonnen hat, gehört er nicht nur auf der Normalschanze zu den ganz heißen Anwärtern auf Edelmetall. Und das sicher nicht nur weil er Titelverteidiger von der Normalschanze ist. Malysz verfügt, obwohl bisher ohne Saisonerfolg, noch immer über eine einzigartige tiefe Hocke bei der Anfahrt und die damit verbundene enorme Absprungkraft. Das Springen auf der K95 Schanze von Predazzo ist das einzige in diesem Winter, das auf einer Normalschanze stattfindet.
Zusätzlich hat Malysz im vergangenen Winter mit einem Doppelsieg in Predazzo demonstriert wie gut er mit der K120 Schanze in Italien zurecht kommt.

Der Österreicher Andi Widhoelzl könnte das Gelände von Predazzo fast als "sein Wohnzimmer" bezeichnen. Bei den letzten vier Springen in Predazzo stand ´Swider´ vier Mal auf dem Treppchen, davon gewann er zweimal.
Die Formkurve von Widhoelzl hat pünktlich zur WM wieder einen Höchstpunkt erreicht. Dazu kommt, dass Widhoelzl, obwohl er beim Wettkampf Kontaktlinsen trägt, bei Nachtspringen besonders gut zurecht kommt.
Widhoelzl hat nach der WM 2001 in Lahti, wo er seinen Platz in der Mannschaft völlig überraschend für Andi Goldberger räumen mußte, und daraufhin mitten in der Nacht die Heimreise aus Lahti antrat, noch eine Rechnung offen.

Sven Hannawald ist der Dritte im Bunde der ganz heißen Titelanwärter. Mit seinen Leistungen in Zakopane, am Kulm und in Willingen hat er seine derzeitige Extraklasse demonstriert.
Wenn es Hannawald gelingt seine Form der vergangenen Wochen bei der WM abzurufen, kann der Sieg zumindest auf der Großschanze nur über ihn führen.

Beim Teamspringen sind mit den Teams aus Österreich und Norwegen die Favoriten klar definiert. Das ÖSV-Team kann, was die Starter angeht aus dem Vollen schöpfen. Mit den Teams aus Slowenien, Finnland und Deutschland stehen gleich drei Mannschaften bereit und warten auf Patzer der Favoriten.
Unter normalen Umständen wird sich die Goldmedaille des Teamspringens aber am 23.02.2003 in den Händen der Österreicher oder der Norweger befinden.

Adam Malysz

Sven Hannwald
Andi Widhoelzl



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