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  Skiflug-Weltmeisterschaft - Bad Mitterndorf/Tauplitz (AUT) - 13.01. - 15.01.2006
  Bericht - Wettkampftag 1 - Einzel, 13.01.2006

Roar Ljoekelsoey hat mit einem sensationellen Sprung auf 207,5 Meter gezeigt, dass er ein wahrer Flug-Champion ist. Nach dem ersten Tag der Skiflug-WM führt der 28-jährige Norweger mit 401 Punkten vor den beiden Österreichern Thomas Morgenstern (378,2) und Martin Koch (377,4). 'Ljoeken' hat zwei Sprünge vor Ende einen komfortablen Vorsprung und damit seinen zweiten Skiflug-Einzeltitel nach Planica 2004 dicht vor Augen.

Nach dem ersten Durchgang hatte noch Andreas Widhölzl triumphiert. "Das war wirklich gut, ich wusste, ich habe noch einen Trumpf im Ärmel und das ist mein Wettkampfzug. Das war lässig. Es ist ein Genuss, da obi zu segeln", meinte Widhölzl nach dem ersten Sprung. Doch sein zweiter Versuch war nicht so gelungen und er fiel noch hinter Janne Ahonen auf Rang fünf zurück. "Das waren tolle Flüge meiner vier Athleten. Das ist sehr befreiend. Auf das haben wir hin gearbeitet", lobte ÖSV-Chefcoach Alexander Pointner seine Mannen, die die stärkste Truppe stellen.

Die Deutschen haben in Michael Neumayer ihren besten Athleten. Der Bayer liegt auf einem guten neunten Rang, hat aber keine Medaillen-Chancen mehr. Michael Uhrmann belegt Platz 12, Georg Späth ist nur 21. Pech hatte Alexander Herr, den eine Windböe fast zu Fall gebracht hätte. Herr hatte nach dem ersten Durchgang auf einem verheißungsvollen 5. Rang gelegen, ist jetzt aber nur noch 26.

Eine leichte Enttäuschung war das Abschneiden der übrigen Norweger. Im Training und der Quali sprang die Kojonkoski-Truppe noch alles in Grund und Boden. Im Wettkampf waren sie dann aber wie blockiert. Für Sigurd Pettersen war die Einzel-Entscheidung schon nach dem ersten Sprung zu Ende, er verpasste die Qualifikation für die besten 30. Seine Seuchen-Saison setzt sich also fort. Außer Ljoekelsoey vermochte nur noch Bjoern-Einar Romeroen einigermaßen zu überzeugen. Er ist nach zwei von vier Sprüngen 8., Quali-Sieger Tommy Ingebrigtsen liegt nur auf Rang 14.

Ebenfalls von der Rolle: Adam Malysz. Bei Halbzeit liegt der polnische Volksheld abgeschlagen auf Rang 25. Im vergangenen Jahr hatte er hier im Weltcup noch triumphiert, was ist nur mit Malysz los? Bester Pole: Robert Mateja, der sich wirklich gut geschlagen hat und bei Halbzeit den 17. Platz belegt.



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