Martin Koch: "Er ist ein Trainings-Weltmeister,
er kann seine Leistung meist nicht in den
Wettkampf mitnehmen. Deswegen hatte ich ihn
nicht auf der Rechnung", gab Dieter Thoma
reumütig zu, als er den ersten Tag der
Skiflug-WM analysierte. Doch der Kärntner
überzeugte und liegt nach zwei von vier
Sprüngen auf dem Bronzerang. In dieser
Saison war Rang elf beim Neujahrsspringen
sein bestes Resultat. Er gilt als Fliegertyp,
hat aber bisher auch da noch keine großen
Erfolge erzielen können. "Heute
hat der Martin vorgelegt und alle mitgerissen",
lobte ihn sein Trainer Alexander Pointner.
Wenn Koch am Samstag seine Nerven unter Kontrolle
hat, kann er endlich einmal Edelmetall mit
nach Hause nehmen.
Sigurd Pettersen: Es ist einfach wie
verhext. Im Training zeigt er auf, im Weltcup
raucht er ab. Für Sigurd Pettersen war
die Skiflug-WM, zumindest der Einzel-Wettkampf,
schon nach dem ersten Flug beendet. Nur 31.
wurde der tieffliegende Norweger, der in dieser
Saison über gute Trainingssprünge
nicht hinaus kommt. Für den Tournee-Sieger
von 2004 wird es langsam knapp, noch in Olympiaform
zu kommen. Die Ratlosigkeit steht ihm ins
Gesicht geschrieben und Mika Kojonkoski wird
sich überlegen, ob es Sinn macht, seinen
kriselnden Ex-Star mit nach Turin zu nehmen.