Verhaltene Freude
Glückwunsch an die Medaillengewinner! Wer heute die Medaille umhängen hat, trägt sie zurecht nach Hause. Dies gilt für die Titelverteidiger aus Norwegen, dies gilt für die Silbermedaillengewinner aus Finnland. Beide standen schon vor 2 Jahren auf derselben Stufe des Podests in Planica.
Es gilt aber auch für die deutsche Mannschaft, die anders als bei der Skiflug-WM 2004 vor Österreich landete und sich die so sehr ersehnte Medaille sicherte. Das Team von Peter Rohwein hat Wort gehalten und zum Abschluss eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt. Gerade die als "Wackelkandidaten" eingestuften Georg Späth und Alexander Herr sprangen mehr als zuverlässig. Michi Neumayer erfüllte zum Geburtstag seine udn andere Erwartungen. Michael Uhrmann rutschte - nach eigener Aussage - beim letzten Sprung das Herz in die Hose. Doch er ließ sich von der Schwerpunktsverlagerung nicht beirren und brachte das Ergebnis nach Hause.
Speziell die deutsche Mannschaft war sich trotz des berechtigten Jubels der eigenen Leistung aber durchaus bewusst, dass sie heute wohl nicht auf Platz 3 gelandet wären, hätte Andreas Kofler keinen Aussetzer gehabt und in einem Sprung 100 Meter vespielt. Der Rückstand auf Finnland (knapp 100 Punkte) und Norwegen (über 120 Punkte) spricht eine deutliche Sprache. Die Reaktionen waren entsprechend. Freude, aber nicht im Überschwang. Beides ist genau richtig.
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