Norwegen hat mit Roar Ljoekelsoey an der
Spitze das Husarenstück von Planica 2004
wiederholt und neben dem Einzel- auch den
Team-Wettkampf gewonnen. Damit ist Roar Ljoekelsoey
nun schon viermaliger Skiflug-Weltmeister.
Die Besetzung Lars Bystoel, der sich im Training
gegen Sigurd Pettersen und Henning Stensrud
durchgesetzt hatte, Bjoern-Einar Romoeren,
Tommy Ingebrigtsen und Ljoekelsoey setzte
sich mit 20,7 Punkten Vorsprung auf die finnische
Equipe (Janne Happonen, Matti Hautamäki,
Tami Kiuru, Janne Ahonen) durch.
Bronze holten sich die vier Deutschen Michael
Neumayer, Georg Späth, Alexander Herr
und Michael Uhrmann, die damit die Erwartungen
von Verbandsseite erfüllten. Besonders
Geburtstagskind Michael Neumayer (27) und
Alexander Herr absolvierten auf dem Kulm vor
40.000 Zuschauern einen großartigen
Wettkampf. Herr sprang zum ersten Mal in seiner
Karriere über 200 Meter und avancierte
so zum Medaillen-Garant für Deutschland.
Vierter wurden die Österreicher, die
als großer Favorit in den Wettkampf
gegangen waren. Andreas Kofler landete bei seinem ersten Sprung schon bei 95 Metern
und wurde so zum großen Pechvogel des
Team-Wettbewerbs. Mit größter Mühe
konnte er einen Sturz vermeiden, doch die
Medaillenchancen waren nahezu dahin. Den Zuschauern
stockte der Atem, als Kofler in der Luft
mit den Armen ruderte, nach seiner frühen
Landung war die Stimmung in der Steiermark
natürlich dahin. Als nach ihm auch noch
Andreas Widhölzl mit schlechten Bedingungen
zu kämpfen hatte, war es komplett gelaufen
für den ÖSV.
Schlechter erging es eigentlich nur den Polen,
die als Neunter und Letzter nicht mehr für
das Finale zugelassen wurden. Was für
ein Desaster für Adam Malysz, Robert
Mateja, Kamil Stoch und Stephan Hula. Das
macht die Arbeit für Heinz Kuttin in
Polen nicht einfacher.