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  Skiflug-Weltmeisterschaft - Bad Mitterndorf/Tauplitz (AUT) - 13.01. - 15.01.2006
  Bericht - Wettkampf - Team, 15.01.2006

Norwegen hat mit Roar Ljoekelsoey an der Spitze das Husarenstück von Planica 2004 wiederholt und neben dem Einzel- auch den Team-Wettkampf gewonnen. Damit ist Roar Ljoekelsoey nun schon viermaliger Skiflug-Weltmeister. Die Besetzung Lars Bystoel, der sich im Training gegen Sigurd Pettersen und Henning Stensrud durchgesetzt hatte, Bjoern-Einar Romoeren, Tommy Ingebrigtsen und Ljoekelsoey setzte sich mit 20,7 Punkten Vorsprung auf die finnische Equipe (Janne Happonen, Matti Hautamäki, Tami Kiuru, Janne Ahonen) durch.

Bronze holten sich die vier Deutschen Michael Neumayer, Georg Späth, Alexander Herr und Michael Uhrmann, die damit die Erwartungen von Verbandsseite erfüllten. Besonders Geburtstagskind Michael Neumayer (27) und Alexander Herr absolvierten auf dem Kulm vor 40.000 Zuschauern einen großartigen Wettkampf. Herr sprang zum ersten Mal in seiner Karriere über 200 Meter und avancierte so zum Medaillen-Garant für Deutschland.

Vierter wurden die Österreicher, die als großer Favorit in den Wettkampf gegangen waren. Andreas Kofler landete bei seinem ersten Sprung schon bei 95 Metern und wurde so zum großen Pechvogel des Team-Wettbewerbs. Mit größter Mühe konnte er einen Sturz vermeiden, doch die Medaillenchancen waren nahezu dahin. Den Zuschauern stockte der Atem, als Kofler in der Luft mit den Armen ruderte, nach seiner frühen Landung war die Stimmung in der Steiermark natürlich dahin. Als nach ihm auch noch Andreas Widhölzl mit schlechten Bedingungen zu kämpfen hatte, war es komplett gelaufen für den ÖSV.

Schlechter erging es eigentlich nur den Polen, die als Neunter und Letzter nicht mehr für das Finale zugelassen wurden. Was für ein Desaster für Adam Malysz, Robert Mateja, Kamil Stoch und Stephan Hula. Das macht die Arbeit für Heinz Kuttin in Polen nicht einfacher.



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