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Olympische
Spiele Torino/Pragelato (ITA) - 10.02. - 26.02.2006 |
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Typen
und Gesichter, Normalschanze |
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Wolfgang Steiert/Dimitri Vassiliev
Es wäre die Sensation des Jahres gewesen. Ein Russe wird Olympiasieger im Skispringen. Dimitri Vassiliev, das Zugpferd aus dem Stall der russischen Springer, hatte nach dem erste Durchgang die Hand an der Goldmedaille. Doch Freud und Leid liegen im Skispringen eng beieinander und am Ende stand die Equipe mit leeren Händen da. So bleibt es dabei: 1968 siegte zuletzt ein Russe (Belusov) in Grenoble bei Olympia - seitdem ist Ebbe im russischen Skispringen. Leider hatte der 26-jährige Vassiliev im Finale nicht mehr so gute Bedingungen wie bei seinem Flug im ersten Durchgang. Und leider hatte er wohl auch seine Nerven nicht mehr so richtig im Griff, auf jeden Fall verpatzte die Landung und wurde noch von Platz eins auf Rang zehn durchgereicht. "Bei den Russen ist Olympia etwas ganz Besonderes. Da wollen wir stark sein", hatte Chefcoach Wolfgang Steiert schon vor der Saison gesagt. Er hat Wort gehalten. Mit Dimitri Ipatov platzierte er einen zweiten Springer unter den ersten 20 und dürfte damit seinen Job für die nächste Saison sicher haben. Schade nur für Vassiliev, eine solche Chance wird der sympathische Athlet sicher so schnell nicht wieder bekommen. Aber er kann sich trösten: Auch die anderen beiden, die nach dem ersten Sprung auf den Medaillen-Plätzen lagen, gingen am Ende leer aus. Nur drei Meter mehr - und das Duo Steiert / Vassiliev wäre unsterblich geworden.
MIchael Uhrmann
Nach dem ersten Durchgang sagte Uhrmann, das er noch einmal angreifen wolle, dass die Medaillen aber schon außer Reichweite seien. Am Ende fehlte Uhri gerade einmal ein halber Punkt auf Bronze und ihm standen die Tränen in den Augen. "Das ist sehr bitter. Ein halber Punkt, das ist die Wertung eines Wertungsrichters. Ich weiß nicht, ob ich nochmal so eine Chance bekomme, eine Olympia-Medaille zu machen. Das ist einfach nur bitter", meinte er. Immerhin sprang Uhrmann mit 104,5 Metern die Tagesbestweite und darf sich Chancen auf Edelmetall auf der großen Schanze ausrechnen. Dann wäre der Schmerz über Platz vier und die 'Blech-Medaille' sicher schnell wieder vergessen. Kopf hoch, Uhri, du hast es drauf!
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