Fast immer handelt es sich um schamlose Übertreibung, wenn von einem „kometenhaften Aufstieg“ geredet wird. Was aber sind die entsprechenden Worte für das, was der 16-jährige Österreicher Gregor Schlierenzauer in den vergangenen Monaten geleistet hat?
Beim Gesamtergebnis des FIS-Continental-Cup-Standings 2005/2006 muss man weit nach hinten blättern, um seinen Namen zu finden. Auf Rang 124 direkt hinter dem US-Amerikaner Nicholas Fairrall findet sich der Name Schlierenzauer. Drei Pünktchen hat er beim COC in Planica an seinem 16. Geburtstag, dem 7. Januar 2006, geholt. Tags darauf reichte es für den normalerweise beim FIS-Cup und den FIS-Races startenden Jungadler zu Rang 32, und somit leider nicht für weitere COC-Punkte. Aber bereits einen Monat später stand der Mann vom SV Innsbruck-Bergisel ganz oben, denn bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Kranj gewann Gregor Gold! Als Saisonabschluss ging es für den Senkrechtstarter danach zum ersten Weltcupeinsatz nach Oslo, wo er als Neuling gleich einen 24. Rang heraussprang. Nachdem er den Sommer-COC in Villach aufmischte (Platz 7 und 1) durfte der Schüler des Skigymnasium Stams wieder mit den besten seines Landes zum FIS-Sommer-Grand-Prix nach Hinterzarten. Die folgenden Podiumsplätze und der Sieg beim Mattenspringen in Courchevel machten selbst Experten sprachlos. Mit zwei nationalen Meistertiteln setzte der 16-Jährige seiner Leistung nun die Krone auf.
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Gratulation zu den beiden Titeln! Wie erging es dir in den zwei Wettkämpfen?
Gregor Schlierenzauer
Danke, danke! Ja, es ist ganz gut gelaufen! Ich habe mich wieder bestens konzentrieren können. Eigentlich habe ich einfach versucht meine Sprünge so zu zeigen, wie ich sie im Moment drauf habe. Und das hat ja funktioniert! Bedingungsmäßig muss man schon sagen, dass in Ramsau im ersten Durchgang etwas Wind war. Aber im Finale waren die Verhältnisse dann relativ konstant. Mir hat es aber auch gefallen, dass ich bei nicht so viel Anfahrt und bei Rückenwind trotzdem der Weiteste war. In Bischofshofen beim Wettkampf von der Großschanze waren die Bedingungen wieder relativ fair.
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Hast du erwartet, dass dein Debüt beim FIS-Sommer-Grand-Prix so gut läuft?
Schlierenzauer
Nein, absolut nicht! Ich bin ganz relaxt in die Wettbewerbe reingestartet und wollte mich erstmal nur für den zweiten Durchgang qualifizieren. Das war mein Hauptziel. Ich wollte meine Sprünge präsentieren und zeigen, was ich kann. Das ist mir ja in Hinterzarten zum Auftakt gleich sehr gut gelungen, denn da hat es sogar zu einem Einzelplatzpodium gereicht - was mich natürlich voll gefreut hat!
Teil 2 des Interviews 
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