Der Österreicher Martin Koch konnte mit einem weiten Flug auf 201.0m (193.7 Punkte) die Qualifikation für den Einzelwettbewerb der Skiflug-Weltmeisterschaft gewinnen. Zweiter wurde der Deutsche Michael Uhrmann (195.0m/186.5 Punkte) vor dem Franzosen Emmanuel Chedal (193.0m/183.6 Punkte).
Obwohl es im Allgäu anfing heftig zu regnen, konnte das Ausscheidungsspringen unter fairen Bedingungen durchgeführt werden. Während bei den zwei Trainingsdurchgängen noch 70 Starter ihre Flüge wagten, durften danach nur noch vier Springer pro Nationen ihren Qualiflug nutzen. Der Österreicher Koch hatte bereits bei seinem ersten Trainingsflug bewiesen, dass er ein Meister des Skifliegens ist – und konnte danach mit klarer Führung die Qualifikation gewinnen.
Aber auch die deutschen Starter zeigten sich stark. Michael Uhrmann auf Rang 2, Martin Schmitt auf dem 5. Platz qualifizierten sich genauso wie Michael Neumayer auf Rang 14 und Georg Späth auf dem 23. Platz. „Ich bin zufrieden mit der Qualifikation“, so Bundestrainer Peter Rohwein. „Die Einstellung hat von Anfang an gestimmt. Die Jungs haben gute Sprünge gezeigt und wir sind auf einem guten Weg!“ Trotzdem forderte das Ausscheidungsspringen prominente Opfer wie den Russen Dmitry Vassiliev, den Franzosen Vincent Descombes Sevoie oder den Italiener Andrea Morassi.
Anders als beim Skispringen gelangen beim Skifliegen nur die besten 30 Springer der Qualifikation in den Wettkampf – zusätzlich zu den zehn Besten der Wertung des Gesamtweltcups.
Morgen beginnt der Skiflugweltmeisterschaftstag für die 40 Starter mit einem Probedurchgang um 15:00 Uhr bevor es um 16:30 Uhr mit dem ersten Wertungsdurchgang losgeht.