zurück zu den
     aktuellen       Meldungen
 
 home
 Aktuelles
 Terminplan
 Ergebnisse
 Archiv
 Sportwetten
  
 Interaktiv
 Gästebuch
 Forum
 Chat
   17.08.2009 Janne Ahonens 200 Kalorien-Diät

Viel wurde bereits über Janne Ahonens Biographie "Kuningaskotka" geschrieben, vor allem über die dort ausführlich geschilderten Alkohol-Exzesse. Die finnische Journalistin Heidi Lehikoinen hat das 309 Seiten starke Hardcover-Buch für skispringen.com genauer unter die Lupe genommen. "Kuningaskotka ist eine beachtliche Biographie über Janne Ahonen, die in farbenfrohen Geschichten alle Aspekte seines Lebens als Skispringer bis zu seinem ersten Rücktritt 2008 beschreibt", so Lehikoinen. "Es ist teilweise ziemlich hart, denn in dem Buch werden einige, nicht gerade schmeichelhafte Geschichten und Momente geschildert - nicht nur die erfolgreichen. Somit ist es keinesfalls ein Ratgeber für junge Athleten beispielsweise über einen gesunden Lebensstil, sondern erzählt von ein paar erinnernswerten Besäufnissen, dem Rauchen und einer Diät, die sich alles andere als gesund anhört!"

Unter anderem beschreibt Ahonen, dass er seit 2000 auf eine Dauerdiät verzichtet und stattdessen lieber die radikale Variante drei Wochen vor Wettbewerbsbeginn wählt. "Ahonen beschreibt, was er während dieser 200-Kilokalorien-pro- Tag-Diät zu sich nimmt: Kaffee, Energiedrings, fettfreien Joghurt und Quark sowie ein wenig Müsli. Aber der für mich bewegendste Teil war, wie das Ganze sein Familienleben beeinträchtigt", sagt Heidi Lehikoinen. Ahonen schreibt beispielsweise: "Es war hart, als ich absolut keine Energie mehr hatte, aber Mico unbedingt mit mir zum Spielen rausgehen wollte. Da kann man einfach nicht "Nein" sagen, sondern muss eben irgendwie mit der nicht-enden-wollenden Energie seines Kindes mithalten." Kompliziert wurde es auch, als Sohn Mico älter wurde und sein Vater bei den normalen Mahlzeiten nicht mitaß. Jannes Frau Tiia kam hier einige Male in Erklärungsnot und flunkerte ihren Sohn an, dass der Vater bereits riesige Portionen vorher gegessen hatte.

Mit seiner Crash-Diät hungert sich Ahonen auf zirka 65 Kilogramm herunter, obwohl er nicht von dem Magersein überzeugt ist. "Als er 1997 seine zwei WM-Goldmedaillen gewann, wog er 72kg. Und während der Saison 2004/2005, als er 65kg wog, waren seine Ergebnisse nicht gerade erstklassig", weiß Journalistin Heidi Lehikoinen. "Ich will einfach nur sagen, dass das Gewicht eine wichtige Sache ist. Man sollte es nicht zu der einzigen wichtigen Sache machen", meint Ahonen zu dem Thema Gewicht.

In seiner Biographie beschreiben Janne Ahonen und der finnische Boulevard-Journalist Pekka Holopainen auch wichtige Begegnungen und Freundschaften von Janne Ahonen beispielsweise mit seinem Trainer Ari Saukko, dem er heute noch für sein Verständnis dankbar ist. "Arska nahm niemals an, dass wir Unter-Zwanzigjährigen ein asketisches Leben führen würden. Er machte einen Skispringer aus mir, keinen Mönch", so Ahonen. Natürlich schreibt der erfolgreiche Wintersportler auch über seine große Leidenschaft, dem Geschwindigkeitsrennen Drag Racing. "Wenn ich Skifliege, habe ich Angst, dass ich nicht gut bin. Ich fürchte mich dann nicht vor dem Tod. Aber wenn ich an einem Rennen der Top-Fuel-Class teilnehme, habe ich Angst zu sterben", schreibt Ahonen.

Wer "Kuningaskotka" liest, erfährt bisher Geheimes und erhält einen Einblick in das wahre Leben des Janne Ahonen. Leider kommen bisher nur Leute in diesen Genuß, die der schwierigen finnischen Sprache mächtig sind.

 









   
 zurück