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Nicht nur Janne Ahonen, sondern auch der ehemalige ÖSV-Adler Andi Widhölzl nutzte die Zeit zwischen zwei Skisprung-Wintern, um seine Biographie zu schreiben. In dem gerade erschienenen Buch "Mein Höhenflug" beeindruckt Widhölzl jedoch im Vergleich zu seinem finnischen Kollegen weniger durch die Aufdeckung von Skandalen, sondern durch persönliche Einblicke in sein Leben.
Natürlich zeigt das mit Vorworten von Martin Schmitt und Widhölzls ehemaligem Vereinstrainer Kurt Walter versehene Buch auch die Schattenseiten des Skispringerlebens sowie der Privatperson Andi Widhölzl auf. Unter anderem widmen sich die Kapitel "Turbulenzen" und "Licht und Schatten" diesem Thema. Besonders lesenswert macht die Memoiren des österreichen Weltmeisters, Vierschanzentournee- und Olympia-Siegers aber die private Schreibweise: Widhölzl lässt im Vergleich zu anderen Kollegen nicht schreiben, sondern erzählt seine Geschichte aus der Ich-Perspektive.
Von Streichen im Sportinternat über erste Erfolge und das Verhältnis zu Trainern sowie Teamkameraden bis hin zum legendären Zweikampf mit dem DSV-Springer Martin Schmitt bei der Vierschanzentournee 1999/2000 berichtet Widlhölzl aus seinem Sportlerleben. In den zehn Kapiteln geht es aber nicht ausschließlich um das Skispringen, sondern auch die Gründung seiner Familie, die Begegnung mit Gott und seinen Sprung in ein Leben als nicht mehr aktiver Athlet der ÖSV-Nationalmannschaft. Private Bilder sowie Fotos des Sport-Fotografen Uli Wagner runden die Erzählungen ab.
Auch für langjährige Skisprung-Fans bietet Andreas Widhölzls "Höhenflug" somit neue Informationen, die die Zeit bis zum Saisonstart verkürzen können!
Buchinformationen: Andreas Widhölzl "Mein Höhenflug", gebunden, 216 Seiten, ISBN 978-3-7751-5050-7, zirka 14,95 Euro, SCM Hänssler Verlag
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