zurück zur
 Übersicht-Interview
 
 home
 Aktuelles
 Terminplan
 Ergebnisse
 Archiv
 Tickets/Reisen
  
 Interaktiv
 Gästebuch
 Forum
 Chat
 

  
 
  Interview mit Edi Federer
  „Nun erobern wir den deutschen Markt“


   
Edi Federer ist seit Jahren bekannt als Freund und Manager von Andi Goldberger, aber Federer ist mehr, er ist auch Marketingmanager der polnischen Nationalmannschaft.

Und in dieser Funktion gelang ihm jetzt durch den überraschenden und überragenden Erfolg des Polen Adam Malysz der ganz große Wurf.
Quasi über Nacht ist Malysz zu einem der begehrtesten Werbeträger geworden.


  
Gratulation zum Erfolg von Adam Malysz bei der Vierschanzentournee. Seit wie vielen Jahren arbeiten Sie schon mit den Polen zusammen?

  Edi Federer :
Seit rund fünf Jahren, und in dieser Zeitspanne hat sich das Bild ganz schön gewandelt. Zuerst war ich es, der Sponsoren quasi überreden musste, bei den Polen einzusteigen und eventuell, vielleicht, irgendwann Blumen blühen sehen. Nun kommen schon internationale Firmen auf mich zu, die das polnische Team unterstützen wollen.

  Auch deutsche?

  Edi Federer :
Ja, auch deutsche. Aber während der Wettkampfsaison führe ich keine Verhandlungen, sondern erst danach. Sicher ist, dass das polnische Team einen Deutschkurs belegen wird, der von Red Bull finanziert wird. Denn nicht immer reicht es, Flügel verliehen zu bekommen. Um auf dem deutschen Markt zu bestehen, muss man sich auch artikulieren können.

  Was sagen Sie zu Adam Malysz?

  Edi Federer :
Er ist ein wunderbarer Mensch und ein hervorragender Sportler – konsequent, zielstrebig, gleichzeitig aber auch bescheiden und zurückhaltend. Es ist eine Freude, mit ihm zusammen zu arbeiten, und ich glaube, dass er heuer noch weitere Male auf sich aufmerksam machen wird.

  Sie haben ihn erst einen Tag vor Tourneebeginn mit einem Red-Bull-Helm und –vertrag ausgestattet. Warum so kurzfristig?

  Edi Federer :
Alle Anzeichen deuteten darauf hin, dass Malysz bei der Tournee im Mittelpunkt stehen würde – zuvor gab es ja keine Bewerbe. So verhandelte ich schnell, schnell mit Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz, der sich auf dem Weg nach Mauritius befand, und dessen Marketingleiter Thomas Überall die Details aus. Und unsere Vorstellungen haben gefruchtet!

  Sie sind auch Manager und Freund von Andreas Goldberger, dem es während der Tournee nicht recht gut erging...

  Edi Federer :
Der Goldi steht mir emotional immer noch am nächsten. Er hat mir in meiner beruflichen Karriere ungemein viele Türen geöffnet. Ich konnte mich als dessen Manager präsentieren und nicht als „Federer irgendwer“.
Ich sehe es als eine meiner Hauptaufgaben an, Goldberger all jene Hilfe zukommen zu lassen, damit er spätestens 2002 bei den Olympischen Spielen wieder voll da ist.
Er genießt bei mir absolute Priorität. Daran werden auch Tourneesiege von polnischen Spitzensportlern nichts ändern.




 zurück