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Er war der"Schönflieger" seiner
Zeit, vor ihm hatte niemand fünfmal die
Note 20 für einen Sprung erhalten, Innauer
gelang dies beim Skifliegen in Oberstdorf 1976
als erstem Menschen bei einem Flug über
168 Meter.
Nicht wie oft behauptet beim Weltrekordflug
bei der Olympiade 1976 in Innsbruck (dort waren
es 4 X 20 und einmal 19,5).
Niemand segelte in den 70ern so elegant durch
die Lüfte wie er, damals noch mit paralleler
Skiführung.
Aber das ist Geschichte - die Erfolge des Anton
Innauer aus seiner aktiven Zeit aufzuzählen,
würde den Rahmen dieser Seiten sprengen.
Über 20 Jahre nach seinen großen
Erfolgen als aktiver Springer benötigt
Innauer keine Haltungsnoten und keine Weitenmeter
mehr um Personen in seinen Bann zu ziehen.
Innauer gehört zu den Leuten die nicht
nur viel zu erzählen haben, sondern mit
dem was sie erzählen auch ausgesprochen
viel sagen.
Es gibt nicht viele Menschen die innerhalb kurzer
Zeit einen so überzeugenden Eindruck hinterlassen
können wie Anton Innauer.
Rückblende:
Innauer ist bereits das zweite Mal Cheftrainer
der ÖSV-Adler.
Die Bilanz seiner ersten Tätigkeit als
Cheftrainer in Diensten des ÖSV ist schnell
auf den Punkt gebracht:
1992 - olympische Winterspiele in Albertville.
Die ÖSV-Adler holen 5 von 7 möglichen
Medaillen,
bereits damals im Team: Martin Hoellwarth
Ergebnisse Skispringen Albertville 1992:
Großschanze: 1. Nieminen FIN, 2. Höllwarth
AUT, 3. Kuttin AUT
Normalschanze: 1. Vettori AUT, 2. Höllwarth
AUT, 3. Nieminen FIN
Team: 1. Finnland, 2. Österreich, 3. Tschecheslowakei
- Cheftrainer ÖSV damals: Anton Innauer.
Der Trainer Toni Innauer
Dieser Mann weiß, wie man sich Erfolge
erarbeiten kann, jedes Wort von Innauer hat
Substanz und tiefere Bedeutung - und seine Worte
kommen in einer unglaublich konsequenten und
überzeugenden Form beim Zuhörer an.
"Erfolg ist eine Folge von vielen Faktoren
die zusammenpassen müssen, im Schwerpunkt
immer geprägt von harter Arbeit und Selbstdisziplin".
Ohne es ein einziges Mal erlebt zu haben, ahnt
man, dass die Athleten bei diesem Trainer arbeiten,
sich schinden müssen, wenn Sie Erfolg haben
möchten - keine Alternativen.
Aber er strebt, und darauf legt Innauer besonderen
Wert, mit seinen Sportlern immer die Entwicklung
des persönlich höchstmöglichen
Potenzials an.
Damit diese Qualität erreichbar wird müssen
sich zum "Schinden" unbedingt auch
Begeisterung und Selbstverantwortung des Athleten
einstellen.
Man zweifelt keinen Moment daran dass Toni
Innauer mit seiner Mission Winter 2001/2002
Erfolg haben kann - genauer gesagt stellt sich
das Gefühl ein, dass er Erfolg haben wird.
Hand und Fuss haben die Argumente und Aussagen
von Innauer, keine Vermischung von Fakten -
Wunschdenken und "könnte" oder
"sollte".
Der Weg zum Erfolg erlaubt keine "Aussetzer"
oder "Spielereien" - nicht zu verwechseln
mit Trainingseinheiten mit spielerischem Element.
Ganze 22 Jahre war Anton Innauer alt als er
nach seinem Olympiasieg wegen einer schweren
Verletzung seine Karriere beenden mußte.
"Vielleicht liegt übrigens ein Grund
für meine Begeisterung als Trainer in der
Tatsache, dass ich im besten Alter meine Laufbahn
beenden mußte".
"Ein Team besteht aus gleichwertigen Mitgliedern"
Eine der wichtigsten Eigenschaften eines Mannschafts-Trainers
- und das ist Innauer, ist es alle Athleten
gleich, gerecht und damit niemanden bevorzugt
zu behandeln.
"Lieblinge" des Trainers erzeugen
Stimmungen im Team die niemand möchte -
und die eine kontraproduktive Atmosphäre
erzeugen.
Also legt Innauer bei jedem seiner Sätze
die das Team betreffen Wert darauf niemanden
zu vergessen, jeder Athlet hat innerhalb des
Teams den gleichen Stellenwert.
Unabhängig von den Leistungen oder Erfolgen
bzw. den Misserfolgen der vergangenen Wochen
oder Monate.
Natürlich hat jeder einzelne Stärken
und Schwächen und genau diese gilt es zu
fördern bzw. abzustellen. Und das ganze
immer ohne Bevorteilung eines Einzelnen.
Welche
ÖSV-Springer haben bereits jetzt das Potenzial
ganz vorne mitzuspringen ?
Das ÖSV-Team ist bisher im Sommer Grand
Prix auffallend stark gesprungen, wie ist das
mit dem Potenzial der einzelnen Athleten, liegt
das so dicht zusammen wie es das Zwischenergebnis
des GP ausdrückt?
Anton
Innauer:
"Wie man im Verlauf des bisherigen Sommers
gesehen hat haben wir einige Springer die ganz
vorne mitspringen können.
Loitzl, Hoellwarth, Widhoelzl Goldberger und
Horngacher haben alle ein sehr großes
Potenzial aber unsere Konzeption ist noch nicht
so weit dass die Sprünge reibungsfrei gelingen.
Wir wissen woran wir in den kommenden Monaten
arbeiten müssen".
Toni
Innauer und die Mischung aus alt und jung im
ÖSV-Team.
Die Mischung im ÖSV Team aus alten Hasen
(Goldberger, Hoellwarth, Horngacher) und starken
jungen Nachwuchsspringern ist auffallend, wie
lange werden "die Alten" im Team noch
dabei sein?
Anton
Innauer:
"Zwischendurch denken einzelne der `Älteren`
sicher über ein Karriereende nach, aber
solange sie Wettkämpfe mitgestalten können
ist es ein herrlicher Beruf für die Athleten.
Stefan Horngacher hat beispielsweise am Anfang
des Jahres schon kurz über das Aufhören
nachgedacht, aber er hat sich jetzt doch für
die Olympiasaison entschieden, die Platzierungen
während der ersten Springen im Sommer geben
ihm Recht.
Solange sich Erfolge einstellen sind das die
besten Argumente gegen ein Karriereende".
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