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  Skispringen.com-Exklusiv-Interview: Thomas Morgenstern, Teil 1
   "Ich bin einfach locker geblieben"

Seit dem Auftaktspringen zur Vierschanzen-Tournee in Oberstdorf gehört Thomas Morgenstern zum Team von Hannu Lepistö. Unbekümmert und ganz ohne Druck hat sich der 16-Jährige in der Mannschaft etabliert. Mit seinem Weltcupsieg in Liberec ist dem ÖSV-Adler schneller der Durchbruch im Skisprung-Zirkus gelungen als die Verantwortlichen im österreichischen Skiverband dachten.

Die WM in Val di Fiemme ist nicht nur für Morgenstern ein Thema, sondern auch für das Trainer-Trio Lepistö, Stefan Horngacher und Heinz Kuttin. Vorher steht aber ein anderes Ereignis auf dem Terminplan, auf dass sich Morgenstern ganz besonders freut - die Junioren-Weltmeisterschaft in Schweden.

Auf seinen Streifzügen über die Schanzen bekommt er immer wertvolle Tipps von seinen Teamkollegen. Die Ratschläge nimmt er gerne entgegen, denn für den Youngster ist noch vieles Neuland.

Skispringen.com: Thomas, wann hast du erstmals davon erfahren, im Weltcup dabei zu sein?

Thomas Morgenstern: Kurz vor Weihnachten. Nachdem ich in Liberec die Continental-Cups gewonnen habe, setzten sich die Trainer zusammen. Hannu, Alex und Toni beschlossen, dass ich in Oberstdorf dabei bin.

Was war das für ein Gefühl, zu wissen, beim Auftakt in Oberstdorf zu springen?

Morgenstern: Ein sehr schönes Gefühl. Es wäre aber auch nicht schlimm gewesen, wenn ich nicht dabei gewesen wäre. Dann wäre ich halt beim COC weiter gesprungen und erst in Innsbruck über die nationale Gruppe dabei gewesen.

Wie groß war der Druck für dich im Weltcup?

Morgenstern: Ich hatte keinen Druck verspürt. Toni Innauer hatte mir gesagt, ich solle einfach locker bleiben. Und das habe ich dann auch gemacht.

Wie locker warst du noch, als du erfahren hast, dass du im K.o.-Duell in Oberstdorf gegen Martin Höllwarth antreten musst?

Morgenstern: Es war eigentlich keine gute Nachricht. Aber ich wusste, wenn ich gut springe, habe ich trotzdem eine Chance, ins Finale zu kommen.

Der große Durchbruch ist dir in LIberec mit dem ersten Weltcupsieg deiner Karriere gelungen. Was hat sich seitdem verändert?

Morgenstern: Eigentlich nichts. Ich bin der Gleiche geblieben, genauso wie ich vorher auch war. Jetzt bekomme ich nur mehr Fanpost und Anrufe.

Wie bist du im Team aufgenommen worden?

Morgenstern: Dort ist eh ein gutes Klima. Das merkt man in jeder Situation. Ob wir Fußballspielen oder zum Springen sind.

zweiter Teil des Interviews