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Er ist das größte Talent im Skispringen,
nicht nur im ÖSV, seit vielen Jahren.
Thomas Morgenstern, 17-jähriger Skispringer
der an den Schanzen gute Laune und einen Optimismus
verbreitet wie kein Zweiter.
Erster Weltcup-Sieg mit
16
Aufhorchen ließ Skispringer Thomas Morgenstern
früh durch Titel als Junioren-Weltmeister.
Seinen ersten Weltcup-Sieg feierte er im Alter
von 16 (Saison 2002/03 Liberec), der Gesamt-Sieg
beim Sommer-Grand-Prix 2003 folgte.
Durch einen katastrophalen Sturz beim Auftakt
der letzten Saison in Kuusamo, und seine erfolgreiche
Rückkehr in den Weltcup-Zirkus nur wenige
Wochen später, rückte der Kärntner
erneut in den Fokus der Öffentlichkeit.
Kontinuierlich gute Ergebnisse und, trotz der
Zwangspause, Platz sechs in der Gesamt-Weltcup-Wertung
sind die beeindruckende Bilanz der vergangenen
Saison und machen Morgenstern zum Favoriten
für den Sommer-Grand-Prix 2004.
Der Mann den ÖSV-Sportdirektor Toni Innauer
als "reinrassiges Rennpferd" bezeichnet,
hat in seiner derzeitigen Verfassung ausgezeichnete
Chancen beim Sommer-Grand-Prix seinen Titel
zu verteidigen.
"Hellauf begeistert
von meinem Sport"
Der Tagesablauf des Thomas 'Morgi' Morgenstern
ist der eines Skisprungprofis - und gleichzeitig
der eines Schülers:
Am Vormittag noch schnell eine Prüfung
in Geschichte, am Nachmittag ab nach Predazzo
oder eine andere Schanze: das ist Alltag für
Morgenstern.
In Italien trainieren die Österreicher
in diesen Tagen, ehe dann am Wochenende in Bischofshofen
Trainingssprünge anstehen. "Bislang
ist es recht gut gelaufen für mich",
sagt Morgenstern, der in diesem Sommer bereits
Trainingskurse in Ramsau, Hinterzarten und Innsbruck
hinter sich hat. "Momentan bin ich hellauf
begeistert von meinem Sport und zufrieden mit
meinen Leistungen", sagt der Kärntner.
Zwar sei es schwierig einzuschätzen, wo
er leistungsmäßig derzeit stehe,
im Vergleich zum vorjährigen Sommer will
der Strahlemann jedoch eine Weiterentwicklung
ausgemacht haben.
"Kam mit Lepistö
super zurecht"
Ob daran der Trainerwechsel im österreichischen
Team seinen Teil dazu beigetragen hat, lässt
Morgenstern dahingestellt.
Der Oberschüler aus Lieserbrücke,
der kürzlich ein Referat über Matti
Nykänen auf Basis des Buches "Grüße
aus der Hölle" zusammengestellt hatte,
beschreibt in Rückblende sein Verhältnis
zu Hannu Lepistö als friktionsfrei.
"Ich kam mit ihm als ÖSV-Cheftrainer
super zurecht, mit Alex Pointner habe ich aber
auch keine Probleme, ganz im Gegenteil. Bei
der Junioren-WM arbeiteten wir schon mal zusammen,
und ich erkenne derzeit, wie hoch motiviert
er seine neue Tätigkeit in Angriff nimmt."
In Kärnten wird Thomas Morgenstern zusammen
mit Martin Koch und Stefan Kaiser von Martin
Wiegele betreut, der Trainer im neu geschaffenen
Stützpunkt Villach ist.
Ein weiteres Plus für Thomas Morgenstern,
denn Wiegele war schon immer ein wichtiger Ansprechpartner
des jungen Springers.
"Titelverteidigung?
warum denn nicht?"
Der Blick Morgensterns geht bereits in die Zukunft.
Beim Sommer Grand Prix will er seinen Gesamtsieg
aus dem Vorjahr wiederholen, "warum denn
nicht?", fragt er keck.
Immerhin kommt ihm die neue Gewichtsregel entgegen,
"ich kann noch abnehmen." Und fügt
schelmisch grinsend an: "Es wird ohnehin
alles für mich gemacht
". Dass
sein Zimmerkollege Martin Höllwarth dem
Team ebenso erhalten bleibt wie Sponsor-Kollege
Andreas Goldberger, freut den Nachwuchsstar.
"Von erfahrenen Athleten kann ich nur profitieren."
"Freizeit ist für
mich nicht wichtig"
Ein Urlaub in Ägypten im April ist
bereits Geschichte, einen zweiten gönnt
sich Thomas Morgenstern vielleicht im Herbst.
"Doch Freizeit ist derzeit nicht wichtig
für mich, ich bin ganz auf das Springen
fokussiert - und auf Italienisch, in diesem
Fach muss ich im Herbst noch eine Prüfung
nachholen
".
Der gedankliche Sprung vom Herbst in den Winter
ist ein kleiner. "Einen Weltcupsieg feiern,
bei der WM in Oberstdorf, auf einer meiner Lieblingsschanzen,
mitspringen dürfen, den gesamten Weltcup
bestreiten können, leistungsmäßig
zulegen im Vergleich zum Vorjahr, das sind meine
Ziele", sagt Morgenstern.
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