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Als der 1981 geborene Norweger Norweger Björn-Einar
Romoeren im Winter 2001/2002 zum ersten Mal
im Weltcup auftauchte, interessierte das bestenfalls
einige hartgesottene Skisprung-Statisten.
Ein neues Gesicht im Team der Norweger, das
in dieser Zeit alleine durch Teilnahme bei den
Springen im Gespräch war -
nicht mehr und nicht weniger.
Es war die Zeit der Zweikämpfe zwischen
Adam Malysz und Martin Schmitt, den Norwegern
galt bestenfalls ein mitleidiges Lächeln,
denn die Norweger waren alles andere als erfolgreich.
Romoeren rückte allerdings früher
in das Interesse der Öffentlichkeit als
der Rest des Teams. Zunächst zog Romoeren
das Interesse nicht durch weite Sprünge,
sondern durch sein Aufttreten und sein Outfit
auf sich.
Mit Romoeren war ein Typ im Skisprung-Zirkus
aufgetaucht, den man so noch nicht gesehen hatte.
Locker, cool, und im gewissen Sinn ein Show-Man,
jemand der es verstand einer bis dahin fast
sterilen Sportart einen Hauch von Show einzuhauchen.
Als Mika Kojonkoski dann im Mai 2002 die Leitung
des Norwegischen Kaders übernahm, begann
eine neue Zeitrechnung. Die Wikinger wandelten
sich in kürzester Zeit von einem erfolglosen
Haufen (Platz 9 im Teamspringen bei den olympischen
Teamspringen in Salt Lake City) zu einem Siegerteam.
Ein
älteres Interview mit Romoeren finden Sie
hier 
Und jetzt kam die Show des Björn-Einar
Romoeren auch in der hintersten Ecke des Wohnzimmers
an.
Doch inzwischen hat sich der Sportler Romoeren
mit wiederholten Weltklasseleistungen auch auf
die vordersten Plätze der Ergebnislisten
gesprungen. Platz drei im Gesamtweltcup im vergangenen
Winter, zahlreiche Podestplätze, und nur
um einen Wimpernschlag den Sieg beim Nordic-Tournament
im vergangenen Jahr verpasst.
Die Mischung aus sportlicher Höchstleistung
und Show in der Person von Romoeren ist perfekt.
Der Mann von Hosle IL genießt nicht nur
das Skispringen, er genießt auch das Interesse
von Medien und Fans an seiner Person.
Wir haben uns mit dem Publikumsliebling unterhalten.
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Die vergangene Saison war die beste deiner bisherigen
Karriere, wie stellt sich der vergangene Winter
aus deiner Sicht dar?
Romoeren:
"Es war eine
erstklassige Saison für mich, auch wenn
ich Höhen und Tiefen erlebt habe. Nicht
alles hat so funktioniert wie ich es mir vorgestellt
habe. Ungefähr ab Planica war ich mit meinen
Sprüngen zufrieden. Das Ende des Weltcups
lief aus meiner Sicht dann optimal, eigentlich
lief am Ende alles perfekt".
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Mit Ausnahme von dem Springen in Oslo vermutlich?
Anmerkung d. R.: Beim letzten Springen des
vergangenen Winters in Oslo bekam Romoeren (weil
ihn ein Sprungrichter im dichten Nebel nicht
sehen konnte) zu Unrecht schlechte Noten, Romoeren
verpasste deshalb den Tagessieg in Oslo und
den Gesamtsieg des Nordic-Tournament um 0,4
Punkte.
Romoeren:
"Da war ich
unglaublich sauer. Ich konnte einfach nicht
akzeptieren was da passiert war. Ich war bis
zu diesem Tag immer ein Befürworter der
Sprungrichter bei den Wettkämpfen gewesen.
Nach dem Springen von Oslo haben mich alle Leute
gefragt: "Bist du immer noch für Sprungrichter"?
sagt Romoeren grinsend.
"Aber mit etwas Abstand hat sich meine
Meinung zu den Sprungrichtern nicht geändert.
Es sind Menschen wie du und ich und die haben
genauso das Recht Fehler zu machen. Und dann
war es eine große Geste von einem der
Sprungrichter als er später zu mir kam
und sagte:" es tut mir leid, wir konnten
einfach nichts sehen, wir mussten auf Verdacht
irgendwelche Knöpfe drücken.
Aber die Entscheidung war natürlich trotzdem
hart. Das war meine große Chance im letzten
Winter einen wichtigen Titel zu gewinnen. Als
ich Roar (Ljoekelsoey) nach dem Springen getroffen
habe, waren wir beide schlecht drauf. Roar hatte
den Weltcup mit der Winzigkeit von 10 Punkten
hinter Janne Ahonen beendet.
Wir haben uns eine Weile unterhalten und waren
uns dann aber einig, dass es keinen Grund zum
Jammern gibt, es war die beste Saison für
ein Norwegisches Team die es je gegeben hatte."
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Was war das Highlight des vergangenen Winters
für dich?
Romoeren:
"Planica.
Das war die Weltmeisterschaft und da war unglaublich
viel los, und ich erinnere mich daran, dass
es eine meiner unglücklichsten Reisen war.
Direkt vor dem Wettkampf hatte ich einen Unfall.
Meine Skier waren kaputt, mein Anzug war kaputt,
eigentlich war alles kaputt. Ich musste mit
einer komplett neuen Ausrüstung zum ersten
Durchgang antreten. Dann habe ich in der Eile
noch die Gläser meiner Brille gewechselt,
allerdings habe ich die Gläser falsch herum
eingebaut.
Am Holmenkollen war es neblig, aber in Planica
habe ich nicht einmal meine eigene Hand gesehen,
weil die Gläser verkehrt in der Brille
waren. Immerhin bin ich dann mit diesem Sprung
noch 15. geworden und habe bei der WM Platz
sechs belegt, das war in Anbetracht der Umstände
richtig gut."
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Wie sehen jetzt die Ziele für den kommenden
Winter aus?
Romoeren:
"4,5 Meter
weiter springen!" sagt Romoeren lachend.
"Glücklicherweise habe ich keine besonderen
Ziele. Beim Skispringen geht alles so schnell,
da darf man nichts als sicher bezeichnen. Da
ist die Gefahr groß, enttäuscht zu
werden. Natürlich hoffe ich auf Medaillen
in Oberstdorf, aber das ist mehr so etwas wie
ein Traum. Ich bin jung und alles liegt noch
vor mir. Wenn ich in Oberstdorf keine Medaille
gewinne, werde ich später noch Chancen
haben.
Mein Ziel ist es jedes Jahr besser zu werden
und einen Platz in den Top-Ten halten zu können".
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Du wirst bei den Fans immer populärer,
wie gehst Du mit dieser Popularität um?
Romoeren:
"Ich finde
das lustig, irgendwie auch ein komisches Gefühl.
Wenn ich in Norwegen mit Freunden Bilder oder
TV-Ausschnitte von Wettkämpfen ansehe,
platzen die fast vor Lachen: "WOOW WHATTA,
du bist eine Berühmtheit" ich merke
das irgendwie gar nicht".
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mit Teil 2 des Interviews 
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