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  'Mehr als ein Job'

Bücher sind in den vergangenen Monaten einige zum Thema Skispringen erschienen. Über den Stellenwert bzw. den Inhalt konnte man durchweg streiten.
Ende Oktober erscheint nun ein Buch mit dem Prädikat 'lesenswert'.

Das Buch von/über Reinhard Heß mit dem Titel 'Mehr als ein Job' gibt nicht nur interessante und private Details über den Menschen Reinhard Heß preis, es dokumentiert auch pikante Details der Szene des Skispringens die ansonsten den absoluten Insidern vorbehalten bleiben.

Der Mensch Reinhard Heß ist seinen Zielen und Idealen von Beginn bis heute treu geblieben. Weder Erfolg noch permanente Kamerapräsenz konnten ihn verbiegen.

Lesen Sie bei Skispringen.com eine exklusive Vorabveröffentlichung:

Die Autobiographie von Skisprung-Trainer Reinhard Heß

Seit über 30 Jahren ist Reinhard Heß als Trainer im Skisprungsport tätig, zuerst im Deutschen Skiläuferverband der DDR, dann im Deutschen Skiverband des vereinten Deutschlands. In seiner Autobiographie spricht der 1945 geborene Thüringer nicht nur über seine Kindheit, Jugend und sportliche Karriere, sondern auch über Schatten- und Sonnenseiten seines Berufs, über seine Spitzenathleten, über die diversen Facetten seiner Trainertätigkeit wie Material, Technikleitbild, Ernährung und Trainingssteuerung.
In Interviews zu Wort kommen Jens Weißflog, Dieter Thoma, Sven Hannawald und Martin Schmitt, seine Gattin Regina und seine Tochter Tina, seine Co-Trainer Wolfgang Steiert und Henry Glaß sowie die hochrangigen DSV-Funktionäre Thomas Pfüller und Helmut Weinbuch.


Aus der Kindheit von Reinhard Heß:
Geboren wurde ich am Ende des Zweiten Weltkrieges, am 13. Juni 1945, in einem Landstrich, in dem kärgliche Arbeitslöhne und schlechte Auftragslagen das Geschehen bestimmten.
Ein Jahr zuvor war meine Schwester Waltraut als Neunjährige an den Folgen einer Gehirnoperation verstorben.
In meiner Familie herrschte der Kampf um das tägliche Brot. August und Elsa, meine Eltern, waren unter Heimarbeitsbedingungen in der Christbaumschmuck-Glasindustrie tätig.
Ein saisonal bedingtes Geschäft: einerseits wurde geschuftet, Tag und Nacht, um bis zum Abgabetermin einen Auftrag ausgeführt zu haben, andererseits gab es Zeiten ohne Bestellungen, ohne Arbeit, in der sie sich bemühen mussten, mit neuen Mustern und Kreationen über die Verleger bei potenziellen Abnehmern wieder "ins Geschäft" zu kommen.
Und war ein neues Geschäft an Land gezogen, waren die Eltern glücklich - auch wenn sich der Gewinn aus der anstehenden Arbeit in bescheidenen Grenzen hielt.
Ich kann mich noch entsinnen, dass zu meiner Schulzeit meine Strümpfe öfters als nur einmal gestopft waren, oder dass es zum Frühstück Malzkaffee mit eingebrocktem Brot gab, zumeist ohne Milch.
Ein Ziegenbutterbrot war schon die Ausnahme.
Das gab es nicht jeden Tag, es war eine Delikatesse.
 

Reinhard Heß während seiner Schulzeit

DDR Jugendmeister Reinhard Heß

 
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