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Bayern-Power |
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Bis vor kurzem war den meisten nur bekannt, dass
es Schwarz-waldadler gab, doch spätestens
seit der DM in Oberstdorf müsste jeder wissen,
dass es auch eine ganz starke bayrische Fraktion
im Team der deutschen Skispringer gibt.
Die jungen Bayern werden meist in Oberstdorf von
Trainer Andreas Bauer betreut. Doch wer sind diese
drei starken Bayern eigentlich?
Die Namen Löffler und Uhrmann kennt man noch
aus der letzten Saison, doch wer ist dieser Späth?
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Georg
Späth |
Georg Späth, ist am 24.2.1981 geboren, lebt
und trainiert in Oberstdorf. Er spielt gerne Tennis
oder Fußball, wenn er denn mal Zeit hat
für solche Aktivitäten abseits von Schule
und Skisprung-sport. Für ihn ist es sehr
positiv, dass er die Schule ganz normal weiterführen
kann neben dem Skisprungsport her.
Wenn er zu dem Zeitpunkt einer Klausur nicht anwesend
sein kann wegen eines Wettkampfes, dann wird diese
später nach-geschrieben. Da ist die
Kooperation schon recht gut und das hilft doch
ungemein!
Da er im Mai/Juni noch mit Pfeifferischen Drüsenfieber
zu kämpfen hatte, ergab sich für ihn
ein massiver Trainingsrückstand. Natürlich
ist das schon ein Nachteil, so lange nicht trainiert
zu haben, aber der Winter ist noch etwas hin und
bis dahin wird ich das schon wieder aufholen können!
meint der recht zuversichtlich wirkende Oberstdorfer
Schorschi Späth, wie er von seinen
Freunden genannt wird.
Auch er freut sich über die großen
Resonanz an den Schanzen, die schon gewaltig
ist, im Gegensatz zu dem Continental Cup! Natürlich
stehen hier die Stars absolut im Vordergrund,
und manchmal wäre es schon schön, wenn
auch über die anderen etwas berichtet werden
würde.
Ich bin zwar auch nicht der, der immer vor irgendeiner
Kamera herumhüpfen muss, aber schön
wäre es trotzdem.
Wahrscheinlich gehört das ganze mit den Medien
dazu, wenn man Erfolg hat. Und dann ist das schon
ok.
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Frank
Löffler |
Sein Oberstdorfer Nachbar Frank Löffler,
am 9.8. gerade 20 geworden, hat bereits sein Fachabitur
abgeschlossen, mit dem Notenschnitt von 2,7. Er
fährt in seiner Freizeit nicht nur gerne
Motorrad oder spielt..., nein, er liest auch gerne.
Auf sein zuletzt gelesenes Buch hin gefragt, antwortet
er mit Andrea Weiler, ...!
Weiler?
Ja, die Tochter von Skispringer Sepp Weiler, die
Mutter von Frank Löffler ist die Autorin
dieses Buches, in dem es sehr viel um Gefühle
geht.
Berufswunsch? Noch keinen speziellen. Ich
bin jetzt beim Bund angenommen, das ist für
den Sport natürlich sehr praktisch, aber
ich möchte mich unbedingt nebenher geistig
weiterbilden. Viel-leicht mache ich ja ein Fernstudium
in Betriebswirtschaft.
Ob er Probleme mit den Kreischies
hat.
Nein, nein, eigentlich nicht. Natürlich
kann es manchmal nerven, immer und überall
Autogramme zu schreiben, aber von den Leuten lebt
momentan unser Sport und ich bin sehr froh, dass
so viele Zuschauer an die Schanzen kommen, denn
es macht bedeutend mehr Spaß vor einigen
Tausend zu springen als nur vor ein paar hundert.
Da nimmt man auch gerne mal in Kauf, nach dem
Springen etwas länger Autograme zu geben.
Natürlich muss allgemein gewähr-leistet
sein, dass wir unseren Sport ausüben können.
Es kann dann also nicht sein, dass man zwischen
den Durchgängen, wenn man noch Interviews
geben muss, auch noch Hunderte von Autogrammen
schreiben soll. Aber solange alles koordinierbar
ist, ist das kein Problem. Seine Ruhequelle
sind seine Familie und seine Freunde, die ihm
sehr wichtig sind.
Das ist einfach schön, wenn man heimkommt
und dann einfach mal was anderes machen kann.
Seine Highlights für die nächste Saison
sind zuerst einmal die Tournee Das ist einfach
Tradition! und dann natürlich das Fliegen
im heimischen Oberstdorf: Da freu ich mich
schon seit zwei Jahren drauf! Schließlich
ist es auch für mich das erste mal, dass
ich von dieser Schanze springe.
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Michael
Uhrmann |
Und noch ein Bayer ist mit ihnen im Bunde: Michael
Uhrmann, Geburtstag am 16.9.1978, wohnhaft in
Berchtesgaden und startend für den WSV-DJK
Rastbüchl. Er meint von sich selbst, dass
er vielleicht nicht der Beste ist, dafür
aber der Lustigste.
Das zweite mag stimmen, doch das erste kann man
nicht unbedingt so stehen lassen. Der Juniorenweltmeister
von 1996 erlebte so manche Berg- und Talfahrt
in seiner Skisprungkarriere. Zwei schwere Stürze
drückten auf die Psyche und auch auf die
Ergebnisse, doch im letzten Winter konnte Uhri
sein Comeback feiern.
Mit mehren Weltcupplazierungen und einigen Sprüngen
unter die Top Ten meldete er sich in der Weltspitze
zurück. Er ist eigentlich schon der Senior
im bayrischen Team mit seinen gerade mal 21 Jahren,
die anderen Bayern sind alle jünger.
Über Jahre hinweg waren es immer die
Schwarzwälder, die, die Rangliste angeführt
haben und nun kommen halt mal die Jungen aus Bayern.
Das sah man ja schon bei der Deutschen Meister-schaft
im Juli in Oberstdorf. Andi Bauers Training trägt
gute Früchte!
Gefragt, was er von dem neuen Modus hält,
meinte er nur: Da haben sich ein paar superintelligente
Leute zusammengehockt! Echt, das ist doch jetzt
alles verkompliziert. Außerdem ist die Regelung
viel unfairer, als die alte, denn hier zählt
nur noch ein einziger Sprung!
Auch die neue Regelung bei den Anzügen schien
ihn zu verärgern: Es kann einfach nicht
sein, dass sich ein paar Nationen daran halten
und andere nicht! Wenn, dann muss es richtig gemacht
werden. Es gibt 4 Messpunkte und wenn dann nur
an zweien gemessen wird....das geht nicht. An
den anderen Stellen kann man genauso schummeln!
Trotz dieser kleinen Unstimmigkeiten freut auch
er sich auf die nächste Saison und ist voll
Zuversicht. Schließlich steht die Weltmeisterschaft
vor der Tür.
Die Stimmung im Team ist zwischen den Schwarzwäldern
und den Bayern im Team ist gut. Als ich
letzte Saison neu dazu kam, war ich schon der
Neuling, aber nun kenne ich alle und
es ist ein harmonisches Auskommen. Wir sind nun
mal eine Einzelsportart, bei der jeder für
sich selbst kämpfen muss, aber dennoch kommen
wir alle ziemlich gut miteinander aus. Was die
Bayern angeht, nun, den Schorsch zum
Beispiel, den kenn ich schon soooo lange...!
fasst Frank Löffler die momentane Situation
in der Mannschaft zusammen.
Nach den ersten Springen des Sommer-Grand-Prix
lässt sich erkennen, dass Frank momentan
die Nummer eins unter den Bayern ist und auch
kräftig dabei ist, sich als Nummer 3 im deuteschen
Team zu etablieren. Er ist momentan der bestän-digste
Deutsche .
Michi Uhrmann fehlt wie auch des öfteren
im Winter die Bestän-digkeit, aber aus einem
Mannschaftswettkampf mit der deutschen Mannschaft
ist er nicht wegzudenken. Georg Späth, nur
in Hinter-zarten bei den Deutschen dabei, trainiert
und wird es schon bis zum Winter schaffen sein
Trainingsrückstand aufzuholen und sein volles
Potenzial, das laut Andi Bauer genauso groß
ist, wie das von Frank Löffler, auszuschöpfen.
Als nächstes startet er beim
ICC in Winterberg (25.8-27.8.).
Viel Glück den Dreien für die nächste
Saison und bei den noch bevorstehenden Springen.
Einer für Alle und Alle für Einen!
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