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Nordische
Ski-WM Lahti 15. - 25. 2. 2001, Story: |
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Auf
ein Bierchen mit Dirk Thiele und Hans-Peter Pohl
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Wenn man sich in dieser Saison an den Schanzen
der Welt bewegt kann man das Gefühl bekommen
dass jeder der in irgend einer Weise etwas mit
dem Fernsehen zu tun hat etwas Besseres ist.
Da treten teilweise selbst die Gehilfen der Kabelträger
noch auf wie ein erfolgreicher Hollywood-Regisseur,
immer vorausgesetzt sie tragen die richtigen Jacken.
Aber Ausnahmen bestätigen bekanntlich die
Regel.
Mittwoch Abend im Pressezentrum der nordischen
Ski-WM von Lahti. Wir sitzen eher zufällig
am Tisch von Hans-Peter Pohl und Dirk Thiele,
das "Team Eurosport" in Sachen Skispringen
und nord. Kombination hier in Lahti.
Das Gesicht von Hans-Peter Pohl kennt man aus
den Tagen als Pohl in der nordischen Kombination
zu den Besten dieser Welt gehörte, aber Thiele,
dieses Gesicht muss man nicht unbedingt kennen.
Der Grund ist einfach: Eurosport überträgt
die Skispringen ohne eigene Kameras vor Ort. Thiele
ist also praktisch während der Übertragungen
nie zu sehen, sondern nur zu hören. Man merkt
aber in keinem Moment dass wir hier mit "Fernsehmenschen"
an einem Tisch sitzen, es ist von der ersten Sekunde
an witzig und offen.
Da wundert man sich doch zunächst einmal
- das Team Eurosport für nord. Kombination
und Skispringen bei der WM besteht also aus insgesamt
zwei Personen, nicht mehr und nicht weniger.
Hätten wir gar nicht gedacht dass so etwas
überhaupt geht, wenn man sieht mit welchem
Wahnsinnsaufwand die anderen TV Stationen hier
vor Ort sind. Aber das geht ganz ausgezeichnet:
Einfach die angebotenen Fernsehbilder abgreifen,
interessant kommentieren, austrahlen, fertig.
Der Ton macht die Musik, die Kommentare von Pohl
und Thiele sind qualifiziert, witzig und doch
kritisch. Da stellt man sich die Frage ob es nötig
ist, dass andere Teams mit Unmengen von eigenen
Kameras anreisen um Martin Schmitt und Sven Hanna-wald
beim Liften, Umziehen oder Warten zu zeigen.
Sicher - Interviews mit Aktiven, Trainern und
Funktionären können die Männer
von Eurosport nicht im Bild liefern. Das bedeutet
dann im Klartext dass die beiden im Vorfeld mehr
informationen sam-meln müssen um die Übertragungen
mit den nötigen Hintergrund-informationen,
dem Salz in der Suppe einer jeden Übertragung,
versehen zu können.
Und das gelingt den beiden nicht zuletzt wegen
ihrer ausgezeich-neten Kontakte in die Kreise
der Athleten. Es gibt also zwei Hauptgründe
die für Eurosport sprechen:
Einerseits die absolut neutrale Kameraführung,
bei der die besten Athleten im Bild gezeigt werden,
egal wie sie heissen und wie sie aussehen, und
die immer ausgesprochen engagierten und teilweise
genialen Kommentare der beiden.
Kostprobe gefällig:
Thiele über Pohl: "Schaut euch doch
nur mal an wen mir das Arbeitsamt da geschickt
hat", allgemeines Gelächter, weil Thiele
über eine besondere Art Humor verfügt
bei der man merkt, dass sie nicht böse gemeint
ist.
Pohl erzählt wie er während eines Springens
auch mit zwei Anläufen nicht sagen konnte
was er eigentlich sagen wollte, das kommt eben
vor. Es "menschelt" gnadenlos bei den
beiden, und das ist es was eine Übertragung
bei Eurosport sehens- und hörenswert macht.
Keine sterilen Statements und abgelesene Tabellen,
aber wer braucht das?
Thiele und Pohl sind mit Leib und Seele dabei
bei den Über-tragungen die sie vor Ort durchführen,
das ist der entscheidende Unterschied zu anderen
die Skispringen übertragen.
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