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Man kann einzelne Weltcup-Orte nicht miteinander
vergleichen, jede Veranstaltung hat ihren eigenen
Reiz, ihre eigenen Gesetze.
Und dennoch, eine völlig andere Welt als
an allen anderen Skisprung-Wochenenden herrscht
auch an diesem Wochenende, wie eigentlich schon
immer, in Willingen/Sauerland.
Willingen gilt seit vielen Jahren als "Mekka"
als der Kult-Ort des Weltcup-Zirkus des Skispringens.
Schwer nachzuvollziehen deshalb, dass, wenn
es nach den Plänen der FIS geht, in Willingen
im nächsten Winter kein Weltcup-Springen
mehr stattfinden soll.
Schon am Abend vor den eigentlichen Wettkämpfen
hat Willingen seine Ausnahmeposition innerhalb
des FIS Weltcup-Kalenders unterstrichen.
Zuschauermassen bereits während des Trainings
und der Qualifikation sorgten für eine
Stimmung wie sie bei vielen anderen Weltcup-Veranstaltungen
auch an den Wettkampftagen nicht annähernd
aufkommt.
Am Freitag Abend dann eine erstklassige Gala
mit Trainern und Athleten sowie Künstlern
aus aller Welt.
Eine Eröffnungsfeier in einer Professionalität
und Qualität wie wir sie selbst bei Weltmeisterschaften
noch nicht erlebt haben.
WIllingen steht für sportliche Höchstleistungen
und ebenso professionelle Organisation.
Willingen ist die größte Werbeveranstaltung
für die Sportart Skispringen neben (nicht
nach) der Vierschanzentournee. Den Athleten
ist der Spaß an diesem sportlichen Volksfest
deutlich anzumerken.
Die regionale Nähe zum Ruhrgebiet und das
damit verbundene riesige Einzugsgebiet bieten
auch für Fans und Interessierte die sonst
kaum eine Möglichkeit haben ein Springen
live zu erleben die Möglichkeit live dabei
zu sein.
Nicht nachvollziehbar also dass Willingen nicht
auf dem vorläufigen FIS Wettkampfplan für
den nächsten Winter zu finden ist. Sollte
dieser Plan so bestehen bleiben wie er zurzeit
aussieht heissen die vier deutschen Veranstaltungsorte
des nächsten WInters:
Oberstdorf (Vierschanzen-Tournee)
Garmisch-Partenkirchen (Vierschanzen-Tournee)
Titisee-Neustadt
Oberstdorf (Skifliegen).
Das letzte Wort ist allerdings in dieser Angelegeheit
noch nicht gesprochen, der Terminkalender für
den kommenden Winter steht noch nicht definitiv
fest.
Es wäre ganz sicher ein Rückschritt
für die ganze Sportart wenn man aus politischen
Gründen auf das "Sportspektakel"
Willingen verzichten würde, dieser Ort
hat auch einen Anteil daran, dass das Skispringen
eine derartige Popularität erreicht hat.
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