|
von Jenny ( Nov. 2000)
Einige werden sich sicherlich wundern, wie ich
darauf komme ein Portrait über Primoz Peterka
zu schreiben!? ... Mir ist aufgefallen, dass
sich hier inzwischen reichlich Portraits angesammelt
haben, aber halt nur von den Skispringern, die
eigentlich jeder ziemlich gut "kennt".
Um mal ganz vorne anzufangen: In dem kleinen
Örtchen Moravce, irgendwo in den Weiten
Sloveniens, erblickte ein kleiner Junge am 28.02.1979
das Licht der Welt. ;-)
Seine Eltern (sein Vater Toni Peterka war früher
übrigens selbst Skispringer) gaben ihm
den Namen Primoz (dt.: der "Erste").
Als er sechs Jahre alt war sprang er zum ersten
Mal von der
15- Meterschanze (obwohl sein Vater ihn aus
Angst gar nicht
erst springen lassen wollte) und legte sich
auch prompt lang. Trotzdem sagt er, dass er
seit diesem Moment besessen vom Skispringen
war. Aber da ja bekanntlich noch kein Meister
von
der Schanze gefallen ist feilte er in den kommenden
Jahren
noch weiter an seiner Technik rum. Anfangs noch
mit seinem Vater als Trainer.
Mit 10 Jahren ging Primoz dann an die Sportschule
in Planica,
wo er dann anschließend im Alter von 12
Jahren vom Parallel- zum V-Stil wechselte.
Den bisherigen Höhepunkt seiner Karriere
erreichte
er in der Saison 96/97, als er von vielen völlig
unerwartet, die Vierschanzen- Tournee gewinnt.
(Seine größten Konkurrenten damals:
Dieter Thoma und Andreas Goldberger) Somit war
Primoz übrigens zweitjüngster Skispringer
aller Zeiten und
zudem erster Slowene, der eine VST gewann. Er
katapultierte
sich damit zum Shootingstar des Winters und
in seiner Heimat Slovenien sogar zu einer Art
Nationalheld. Immerhin zählte er von nun
an zu den fünf populärsten Leuten
im ganzen Land.
Dann ist es allerdings wieder etwas ruhiger
um ihn geworden. Inzwischen kann er also wieder
nach alter Gewohnheit zwischen den 2 Durchgängen
der Springen ein Buch lesen, ohne gleich
von lauter Journalisten umzingelt zu sein. Er
scheint übrigens der einzige Skispringer
zu sein, der in der Pause die Ruhe und die
Zeit findet ein Buch zu lesen.
|