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  Hinterzarten (GER)
  Schanzen-Details/-Maße

 
  Name:
Adlerschanze
 
  K-Punkt: 95 m
  Juryweite: 108 Meter
  Höhenunterschied zwischen Anlaufbeginn und
     Auslauf:
119 m
  Breite der Aufsprungbahn am K-Punkt: 18,10 m
  Neigung Schanzentisch: 10,5 Grad
  Neigung Aufsprunghang: 35,0 Grad
  H/N: 0,56
     (H=Höhenunterschied Kante Schanzentisch - K-Punkt,
     N=Weitenunterschied Kante Schanzentisch - K-Punkt)

  Mattenfläche: 2.700 qm, Zahl der verlegten Matten:      rund 10.000 (Everslide-Matten)
  Flutlichtanlage: sechs Masten
  Lanzenbeschneiung: acht Zapfstellen, fünf Lanzen
  Verlegte Strom- und Datenkabel: rund 5.000 m
  Erster Bau: 1924/25
  Wesentliche Umbauten:
     1935, 1949, 1964, 1980-82, 1998/99
 
  Schanzenrekord: 112 m
     am 6.8.2000 aufgestellt von Noriaki Kasai (Japan)
 

 
  Wissenswerte Schanzen-Daten
 
  Lage

Im Hochschwarzwald, 30 km südöstlich von Freiburg, auf einer Höhe von 885 m gelegen.
 
  Bedeutung
Im Rahmen des Continentalcups und des
FIS Sommer Grand Prix finden dort regelmäßig Wettbewerbe statt. Kurort und Wintersportort.
In Hinterzarten sind drei Große des nordischen Skisports beheimatet:
Georg Thoma:
1960 Olympiasieger in Squaw Valley (nordische Kombination)
Dieter Thoma (sein Neffe):
Gewinner der Vierschanzentournee (1990), Skiflugweltmeister (1990), Olympiasieger Team (1994), Weltmeister Team (1999)
Sven Hannawald:
Team-Weltmeister (1999, 2001), Skiflugweltmeister (2000, 2002), Olympiasieger (Team) 2002

Hinterzarten gehört zum Olympiastützpunkt Freiburg; Nationalmannschaften trainieren dort von Mai bis Oktober.
 
  Wetterverhältnisse
Besonders vormittags herrschen meist günstige Windbedingungen, daher eignet sich diese Schanze besonders gut zum Testen von neuem Material.
 
 
  Anreise

 
mit dem Auto:
A5 Karlsruhe - Basel, Ausfahrt Freiburg Mitte
auf die B31 in Richtung Donaueschingen
oder:
A81 Stuttgart - Singen, Ausfahrt Donaueschingen
auf die B31 Richtung Freiburg
mit dem Zug:
die Höllentalbahn hält im Halbstundentakt direkt in Hinterzarten.
 

 
  Informationen / Internet
 
  Karten und Zimmernachweis:
Tourismus GmbH
D-79856 Hinterzarten
Tel: (07652) 1206-42
Fax: (07652) 1206-49
e-mail: tourismus@hinterzarten.de
 
  Internet:
http://www.sommerskispringen-hinterzarten.de

 
  Chronik der Adlerschanze
 
(Quelle: www.hinterzarten.de)
 
Am 29. August 1924 war die Geburtsstunde der Adlerschanze: A. Riesterer (der Wirt des Gasthofes Adler in Hinterzarten, heute Parkhotel Adler), die Badische Baugesellschaft und der Vorstand der Ortsgruppe Hinterzarten vereinbarten vertraglich die Zusammenarbeit beim Bau einer neuen Schanze.
Der Adlerwirt stellte das Grundstück zur Verfügung,
die Badische Baugesellschaft und die Ortsgruppe Hinterzarten sollten die Kosten für den Neubau tragen.
 
Die Adlerschanze wurde denn auch 1924 fertiggestellt, aber wegen Schneemangels konnte erst am 24. Februar 1925 zum ersten Mal gesprungen werden.
P. Schwörer wurde per Losentscheid die Ehre zuteil, als Erster vom Bakken zu gehen.
 
Im Laufe der Jahre gewann die Schanze immer mehr an Bedeutung. 1935 fand dort das Training für die olympischen Winterspiele 1936 in Garmisch-Partenkirchen statt. 1936 stellte der Norweger Birger Ruud, zweifacher Olympiasieger von 1932 und 1936, mit 71 m einen fantastischen Schanzenrekord auf,
der drei Jahrzehnte unübertroffen blieb.
 
1964 wurde die Adlerschanze abermals umgebaut. Lokalmatador und Olympiasieger Georg Thoma schraubte daraufhin den Schanzenrekord auf 82 m,
der ebenfalls lange unangetastet blieb.
 
Gegen Ende der siebziger Jahre stand die Zukunft der Schanze am Scheideweg. Die Schanzennormen hatten sich verändert, das Profil war veraltet, das Zertifikat abgelaufen. Als es Pläne gab, im Schwarzwald eine moderne Mattenschanze zu errichten, bewarb sich Hinterzarten als Standort und bekam tatsächlich den Zuschlag. Das war enorm wichtig für den Erhalt der Schanze, denn ohne die finanzielle Unterstützung von Bund und Land wäre der Umbau nicht durchführbar gewesen.
 

 


 
  
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